UEFA-Präsident Ceferin (li.) droht FIFA-Boss Infantino (re.) mit Boykott - Bildquelle: 2021 imagoUEFA-Präsident Ceferin (li.) droht FIFA-Boss Infantino (re.) mit Boykott © 2021 imago

München - Die Debatte um die umstrittenen Pläne für eine Weltmeister im Zwei-Jahres-Rhythmus spitzt sich zu. Nachdem FIFA-Boss Gianni Infantino am Dienstag mit zahlreichen europäischen Verbandschefs über eine Reform des internationalen Spielkalenders ab 2024 gesprochen hat, ziehen über ein Dutzend europäische Verbände einen Austritt aus der FIFA in Betracht.

Die Nachrichtenagentur "AP" hatte zuerst darüber berichtet. Demnach drohte auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin mit einem Boykott, sollte die FIFA trotz erheblichen Widerstands an ihren Plänen festhalten.

Austritt "als letzte Option"

Die Verbände aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Island und den Färöer Inseln gehen noch weiter. "Im schlimmsten Fall und als letzte Option" könne nicht ausgeschlossen werden, das die Verbände aus Protest aus der FIFA komplett austreten, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des dänischen Verbandes.

Ein Austritt aus der FIFA ist gemäß Artikel 18 der Verbandsstatuten zum Ende eines Kalenderjahres möglich. Das jeweilige Mitglied muss jedoch bis spätestens Juni desselben Jahres eine entsprechende Erklärung abgegeben haben. Eine Teilnahme an FIFA-Wettbewerben wäre danach nicht mehr möglich. Die UEFA-Mitgliedschaft bliebe davon jedoch unberührt.

Auch FIFA-Rat stellt sich gegen Infantino

Gegenwind gibt es für Infantino derweil auch aus den eigenen Reihen: Wie die "Bild berichtet, hat der FIFA-Rat am Dienstag in einer Videokonferenz einstimmig die Pläne des Schweizers abgeschmettert, beim außerordentlichen FIFA-Kongress Ende Dezember die Nationalverbände über den verkürzten WM-Zyklus abstimmen zu lassen.

So will das 37-köpfige Gremium, dem auch DFB-Co-Interimspräsident Peter Peters angehört, wohl verhindern, dass es beim Kongress zu einer Kampfabstimmung der Verbände kommt. Eine solche würden die UEFA (Europa) und die CONMEBOL (Südamerika) wohl gegen die kleineren Verbände aus Asien und Afrika verlieren – letztere stehen in der Streitfrage um den WM-Zyklus auf der Seite des FIFA-Chefs.

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