Nürnberg-Trainer Jens Keller muss wegen des Coronavirus vorerst alle Heimspi... - Bildquelle: GettyNürnberg-Trainer Jens Keller muss wegen des Coronavirus vorerst alle Heimspiele ohne Zuschauer austragen. Er mahnt zu seiner fairen Lösung zwischen allen Zweitligateams. © Getty

Nürnberg/München – Das Coronavirus bringt den Sport durcheinander. In Bayern dürfen bis zu den Osterferien am 19. April keine großen Veranstaltungen mehr stattfinden. Neben Branchenprimus FC Bayern München, trifft das beispielsweise auch Zweitligist 1. FC Nürnberg.

Vorsorglich werden beim Club alle Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, zudem sind Spieler angehalten, Autogramm- und Selfiewünsche nicht nachzukommen. "Auch begrüßt man sich nicht mehr mit Handschlag. Ansonsten gehen wir relativ normal miteinander um", verrät Trainer Jens Keller im exklusiven Gespräch mit ran.de.

 

Keller mahnt: "Sollte gerechter Wettbewerb bleiben"

Härter trifft den Verein da schon die Entscheidung vom Freistaat Bayern. Jetzt am Wochenende steht zwar ein Auswärtsspiel beim FC St. Pauli an, in der Zeit bis zum 19. April kommen aber noch zwei Heimspiele gegen Erzgebirge Aue und den Tabellennachbarn VfL Bochum.

Beutetet: Sollten die Partien nicht komplett verschoben werden, werden diese Spiele mitten im Kampf um den Klassenerhalt als Geisterspiele ausgetragen. Währenddessen womöglich die Auswärtsspiele außerhalb Bayerns mit Zuschauern ausgetragen werden. "Es sollte natürlich ein gerechter Wettbewerb bleiben. Dass in Bayern jetzt keine Fans mehr im Stadion sind und in anderen Bundesländern dafür schon, trägt dann sicherlich nicht dazu bei", formuliert es Keller.

 

Keller wartet auf Entscheidung anderer Bundesländer

Dennoch will Keller erst einmal die Entscheidungen der anderen Bundesländer abwarten. In Nordrhein-Westfalen werden beispielsweise die Bundesligaspiele zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln sowie das Ruhrpott-Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.

"Ich glaube, dass es im Moment auch größere Probleme gibt. Nur sollte es trotzdem eine einheitliche Lösung geben", sagt Keller weiter. Mit seinen Spielern hat er auch schon über das Thema gesprochen: "Man kann ja niemanden einschließen. Aber unser Arzt hat den Spielern auch nochmal gesagt, dass sie große Menschenmassen meiden sollten. Aber man kann auch nicht komplett am Leben vorbeilaufen."

Keller: "Nicht in Panik verfallen"

Die Spieler, die es nicht in den Kader geschafft haben, wurde es vom Verein freigestellt, ob sie zum Spiel am Wochenende mitreisen und sich auf die Tribüne setzen oder nicht.

Generell mahnt Keller in der Thematik Coronavirus dazu, einen kühlen Kopf zu behalten: "Das ist natürlich schon ein Thema. Man sollte aber aufpassen, jetzt nicht in Panik zu verfallen."

Julian Reusch

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