BMW M Hybrid V8: LMDh-Auto für IMSA 2023 und WEC 2024 - Bildquelle: BMWBMW M Hybrid V8: LMDh-Auto für IMSA 2023 und WEC 2024 © BMW

Marco Wittmann wird auch 2023 in der DTM einen BMW M4 GT3 pilotieren. Aber bevor die Saison beginnt - der Rennkalender wurde noch nicht veröffentlicht - bestreitet Wittmann im Frühjahr die ersten zwei Rennen der IMSA-Saison 2023: die 24 Stunden von Daytona am 28./29. Januar und die 12 Stunden von Sebring am 18. März.

Sowohl in Daytona als auch in Sebring ist Wittmann Teil des BMW-Aufgebots in der GTP-Klasse. Dort nämlich bringt der Hersteller aus München zwei seiner brandneuen LMDh-Autos vom Typ BMW M Hybrid V8 an den Start.

Weil Wittmann aber für die komplette DTM-Saison 2023 gesetzt ist, ist er in der IMSA-Sportwagenserie keiner der vier BMW-Stammfahrer, sondern ergänzt das Aufgebot bei Langstreckenrennen.

Für die Zukunft kann sich Wittmann weitere Rennen im BMW M Hybrid V8 vorstellen. Allerdings nimmt er diesbezüglich eher die WEC als die IMSA ins Visier. In die Hypercar-Klasse der WEC nämlich steigt BMW mit dem M Hybrid V8 ein Jahr später ein als in die GTP-Klasse der IMSA.

Warum Wittmann WEC mehr reizt als IMSA

"Ich glaube, man könnte WEC und DTM kombinieren, solange es keine Terminüberschneidungen gibt", sagt Wittmann gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. Eine Kombination aus IMSA und DTM hingegen bezeichnet er bei dieser Gelegenheit als "schwieriger, weil es nur zwölf [IMSA-]Rennen sind und die Reiserei noch dazu kommt."

Und noch etwas lässt den Gedanken an die WEC-Saison 2024 für Wittmann schmackhafter machen als an eine komplette IMSA-Saison: "Auf meiner To-Do-Liste habe ich immer noch Le Mans stehen. Ich bin dort noch nie angetreten, aber es wäre definitiv cool. Bis 2024 ist es natürlich noch ein bisschen hin. Wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber das wäre ein cooles Programm."

BMW M Hybrid V8 "ein richtiger Rennwagen"

In Vorbereitung auf die beiden Langstreckenrennen in Daytona und Sebring hat Wittmann den BMW M Hybrid V8 bereits zweimal getestet - zunächst auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Spanien und etwas später auf der Rennstrecke Road Atlanta in den USA.

"Das Auto ist cool", schwärmt Wittmann nach den Testfahrten im LMDh-Boliden und stellt als besondere Vorzüge heraus: "Es ist endlich wieder ein Auto mit Abtrieb und mit jeder Menge Leistung. Es ist ein Auto ohne ABS, also ein richtiger Rennwagen."

Wie Wittmanns Zukunft bei BMW über Daytona und Sebring sowie die DTM-Saison 2023 hinaus aussehen wird, bleibt abzuwarten. Derzeit sagt der zweimalige DTM-Champion nur so viel: "Was 2024 passieren wird, ist im Moment wirklich schwer zu sagen. Momentan schaue ich nur auf 2023. Ich habe aber ein paar Optionen und ein paar Wünsche an BMW Motorsport. Schauen wir mal, ob sie mir die erfüllen können."