Valentino Rossi und Andrea Dovizioso könnten auch in der DTM gegeneinander a... - Bildquelle: LATValentino Rossi und Andrea Dovizioso könnten auch in der DTM gegeneinander antreten. © LAT

München - MotoGP-Star Valentino Rossi hat angekündigt, es Andrea Dovizioso nachmachen zu wollen und in der DTM "in nicht allzu ferner Zukunft" als Gastfahrer anzutreten.

ITR-Boss Gerhard Berger, Ex-Gastfahrer Sebastien Ogier und dessen Ehefrau Andrea Kaiser, die in SAT.1 die DTM-Rennen moderiert, haben die MotoGP-Ikone bei einem Besuch auf seiner Ranch am Samstag in Tavullia überzeugt.

Doch was bedeutet das eigentlich? Die Aussage des Italieners ist sehr vage, hinter den Kulissen gibt es aber laut Informationen von "Motorsport-Total.com" einen Plan: Bergers Ziel ist es, Rossi schon in einem Jahr als Zugpferd nach Misano zu holen, denn nirgendwo zieht der Italiener mehr Fans an als in seiner Heimat.

Aber nicht nur der "Doctor" soll dann Gas geben, sondern Dovizioso soll ein weiteres Mal im Audi RS 5 Platz nehmen und so für eine MotoGP-Gastfahrerduell sorgen.

Dovizioso wünscht sich DTM-Duell gegen Rossi

Der Ducati-Pilot, der dieses Jahr im hinteren Mittelfeld mitmischte, im Zweikampf mit viel Übersicht und Aggressivität überraschte und kurzzeitig sogar auf Platz neun lag, ist schon mal nicht abgeneigt.

"Es wäre interessant, wenn wir gegeneinander fahren könnten", sagt Dovizioso in SAT.1. "Vielleicht kommt es in Zukunft dazu, warum nicht?" Ein direktes Duell hätte den Vorteil, dass Dovizioso und Rossi mit einer vergleichbaren Ausgangsbasis antreten würden.

"Es ist natürlich schwierig, sich mit den anderen Fahrern zu vergleichen, denn sie sind wirklich stark. Sie kennen alle Details", weiß Dovizioso. "Ich würde gerne auch im Auto gegen Valentino fahren, weil er ein wirklich talentierter Typ ist, egal was er macht."

Und Dovizioso weiß, dass Rossi seinen Gastfahrer-Auftritt in der DTM stets im Blick hatte. "Er wollte verstehen und analysieren, wozu Motorradfahrer in dieser Meisterschaft in der Lage sind", sagt Dovizioso im Gespräch mit "Motorsport-Total.com". "Ich bin nicht überrascht, denn er hat wie ich eine große Leidenschaft für den Sport."

Rossi hat Respekt vor der DTM

Das hat Rossi, der dieses Jahr im Dezember statt der Monza-Rallye am 12-Stunden-Langstreckenrennen in Abu Dhabi antreten wird, auch schon bei seinen starken Formel-1-Tests im vergangenen Jahrzehnt bewiesen.

Wie Rossi Doviziosos Gaststart in der DTM einschätzt? "'Dovi' hat auch diese Leidenschaft für Rennautos. Ich weiß, dass er schnell ist. Und mit seiner Herangehensweise und seiner Art wird er immer schneller."

Rossi weiß aber auch, dass es kein leichtes Unterfangen ist, sich den weltbesten Tourenwagenpiloten zu stellen, auch wenn er deutlich mehr Rennwagen-Erfahrung hat als Dovizioso. "Es herrscht ein sehr hohes Niveau. Es gibt viele gute Autos aber vor allem auch herausragende Fahrer. Sie sind sehr professionell, sehr konstant und sehr schnell! Das ist für niemanden einfach", analysiert Rossi in SAT.1 die DTM.

Berger: Rahmenbedingungen sind entscheidend

Nachsatz: "Wenn ich einmal teilnehme, dann nur zum Spaß. Aber ich habe die DTM schon seit den 1990er-Jahren verfolgt. 2006 habe ich in Deutschland schon einmal einen Mercedes ausprobiert. Das war schon großartig. Und jetzt haben sie ja noch mehr PS! Ich denke, das macht dann noch mehr Spaß."

ITR-Chef Berger weiß genau, wie wichtig die Rahmenbedingungen sind, wie er im Gespräch mit "Motorsport-Total.com" klarstellt: "Wenn ein Profi zu uns kommt, dann müssen wir zeigen, dass er bei uns die besten Möglichkeiten hat - die Werkzeuge, den Test. Es ist natürlich immer schwierig, konkurrenzfähig zu sein, aber es ist noch schwieriger, wenn man hinten ist und aufholen muss. Er hat sich jedenfalls großartig geschlagen."

Dovizioso gibt das Kompliment zurück: "Das Auto ist wirklich gut zu fahren. Leider habe ich nicht viel Zeit, um alles zu lernen, aber ich war immerhin im hinterem Pulk. Auch weil ich so gute Unterstützung von Audi und von all den Ingenieuren erhalte. Mir macht das wirklich Freude." Aussagen, die auch bei Rossi etwas bewirken könnten.

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