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Monza - Die DTM verkürzt die Renndistanz für den in zwei Wochen stattfindenden Saisonauftakt in Monza (live in SAT.1 und auf ran.de) von 55 Minuten plus eine Runde auf 50 Minuten.

Damit reagiert die Rennserie auf die Problematik, dass die GT3-Autos mit der ausgereizten Balance of Performance (BoP) auf dem Highspeed-Kurs nicht in der Lage gewesen wären, eine volle Renndistanz zu absolvieren.

Ursprünglich stand auch eine Anpassung der BoP auf weniger Leistung oder eine Mischung aus einer langsameren Einstufung und einer verkürzten Renndistanz zur Debatte, doch die DTM-Dachorganisation ITR löst das Problem nun ausschließlich über die Laufzeit und somit über die Distanz.

"Die DTM 2021 steht für leistungsstarke GT-Rennwagen, für einen offenen Schlagabtausch der Weltklasse-Piloten und für spektakuläre Rennen Das hat Priorität", erklärt Frederic Elsner, der bei der ITR für die Rennveranstaltungen zuständig ist, die Entscheidung.

"Gehen auf Nummer sicher"

"Deshalb gehen wir auf Nummer sicher und haben in Anbetracht des geänderten Reglements und der Premiere auf dieser einzigartigen Highspeed-Strecke die Renndauer angepasst."

Die DTM hatte es sich im Vorfeld der Saison zum Ziel gesetzt, die schnellste GT3-Serie zu sein und die Boliden an ihrer Performance-Grenze einzusetzen. Auch das könnte ein Hintergrund für die Entscheidung sein. Die DTM rechnet in Monza mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von an die 200 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 280 km/h.

BoP-Anpassung bei Turboautos kompliziert?

Was noch gegen dagegen gesprochen hat, die Balance of Performance anzupassen? Laut Hans-Peter Naundorf, Teamchef des Rowe-Rennstalls, hätte eine Anpassung des Ladedrucks bei den Turbo-Fahrzeugen auf ein Niveau, das man bei den Tests nicht ausprobiert hatte, möglicherweise für Chaos gesorgt.

"Wenn wir jetzt angenommen über die BoP das Boostlevel xy anwenden müssen, das man vorher nicht gefahren ist, dann kann man nicht wirklich sagen, wie der Spritverbrauch aussehen wird", erklärt Naundorf im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Das müsste man dann erst mal beim Event fahren. Das ist ein Problem."

BMW begrüßt den Schritt

Die Verkürzung der Renndistanz hält der Teamchef des BMW-Rennstalls für eine "vernünftige Maßnahme". Im schlimmsten Fall hätte sonst ein Szenario wie beim Samstag-Rennen der Formel E in Valencia gedroht, als die Energie der Fahrzeuge bei vielen Teams nicht für die komplette Distanz reichte.

Man darf nun gespannt sein, ob die DTM nur beim Auftakt in Monza die Renndistanz anpassen muss, oder ob das auch bei anderen Veranstaltungen der Fall sein wird.

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