Wie es dazu kam, dass die DTM dieses Jahr auf dem Lausitzring ein spektakulä... - Bildquelle: AudiWie es dazu kam, dass die DTM dieses Jahr auf dem Lausitzring ein spektakuläres Layout nutzt - Wieso dieses Vorhaben in der Vergangenheit schiefging. © Audi

München - Spektakuläre Neuigkeiten von der DTM für das kommende Rennwochenende auf dem Lausitzring (vom 23. bis 25. Juli live in SAT.1 und auf ran.de).

Anders als beim Test wird nicht die klassische Grand-Prix-Strecke mit dem Linksknick und dem Geschlängel nach Start und Ziel gefahren, sondern durch die Steilkurve.

Das hat nicht nur den Reiz, dass man zusätzlich zur Zielkurve nun eine weitere überhöhte Kurve des ursprünglichen IndyCar-Triovals nutzt und die Highspeed-Passage auf dem Lausitzring dadurch deutlich verlängert wird. Die DTM-Dachorganisation ITR verspricht sich davon auch mehr Überholmanöver.

Denn nach der Steilkurve folgt nun eine weitere lange Gerade, die bereits Teil der bisher genutzten Grand-Prix-Strecke war, ehe man über eine Linksrechts-Kurve in den bekannten, kurvigen Streckenteil einbiegt.

ITR setzte Plan gegen die Teams durch

Für mehr Überholmanöver könnte auch die Tatsache sprechen, dass man wie früher auf dem alten Hockenheimring das Set-up mehr in Richtung wenig Abtrieb ausrichten muss, weshalb die Boliden im kurvigen Teil mehr rutschen werden.

Bei den meisten Teams kam das Vorhaben, auf die Steilwand-Variante zu setzen, schlecht an, da damit die Set-up-Arbeit der drei Testtage im Mai hinfällig wird, doch die ITR setzte den Plan durch. Stattdessen müssen die Teams nun Wege finden, wie sie ihre Boliden für die mit hoher Geschwindigkeit durchfahrene Steilkurve einstellen.

Vom Lausitzring haben die Teams zwar diesbezüglich kaum Erfahrungswerte, die Hersteller verfügen aber vom 24-Stunden-Klassiker in Daytona über Know-how, das für die Teams hilfreich sein könnte.

Außerdem gibt es für alle Fahrer:innen am Freitagmorgen die Möglichkeit, ein zusätzliches, freiwilliges Training zu absolvieren.

2003 musste Plan wegen Reifenschäden abgeblasen werden

Vor allem für die Reifen wird die neue Streckenvariante eine deutlich größere Herausforderung als in der Vergangenheit. Das weiß man spätestens seit dem Jahr 2003, denn schon damals plante die DTM mit dem Streckenlayout inklusive des überhöhten "Turn 1". Damals kam es aber am Freitag bei den Tests vor dem Rennen bei den Abt-Audis von Christian Abt und Laurent Aiello zu Schäden an den Dunlop-Reifen.

Da auch andere Teams Reifenprobleme verzeichnete, entschied man sich kurzfristig dazu, das Rennen doch auf dem Grand-Prix-Kurs auszutragen. Es war das einzige und bislang letzte Mal, dass die DTM große Teile des Ovalkurses für ein Rennen nutzen wollte.

In den vergangenen Jahren hatte sich die Grand-Prix-Strecke als Standardvariante eingebürgert, wobei man im Vorjahr wegen des Double-Headers an einem Wochenende auch die kürzere Sprintstrecke nutzte.

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