Daniel Juncadella kehrt nach einem Jahr Pause in die DTM zurück. - Bildquelle: Motorsport ImagesDaniel Juncadella kehrt nach einem Jahr Pause in die DTM zurück. © Motorsport Images

München - Nächster Fahrerbekanntgabe in der DTM (live in SAT.1 und auf ran.de): Das Mercedes-Team GruppeM, das als erstes Team überhaupt einen Boliden für die neue GT3-DTM eingeschrieben hat, setzt mit Daniel Juncadella auf einen alten Bekannten in der Traditionsserie. Der 29-Jährige wird 2021 seine siebte DTM-Saison bestreiten, nachdem er 2019 nach dem R-Motorsport-Aus ein Jahr Pause einlegen musste.

"Ich freue mich wirklich darauf und bin sehr motiviert", sagt Juncadella, der den einzigen Mercedes-AMG GT3 von Kenny Chen's GruppeM-Truppe aus Hongkong steuern wird, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Mercedes-AMG hat mich vorgewarnt"

Dabei hatte der Katalane Ende 2019 gar nicht mit einer Rückkehr in die DTM gerechnet, weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden war, ob Mercedes-AMG die Serie überhaupt unterstützt.

"Vor ein paar Monaten hatten die Leute diese Meisterschaft nicht wirklich im Blick, aber plötzlich interessieren sich die Marken wieder für die DTM", fällt Juncadella auf. "AMG hat mich bereits Anfang des Jahres vorgewarnt, dass es so aussieht, als würde sich die Strategie ändern. Und dass sie auf mich zählen würden, sollten sie zurückkehren."

Und genau so kam es: Nachdem R-Motorsport im Vorjahr wegen der Coronavirus-Krise das komplette Programm abgesagt hatte, rettete sich Juncadella zu AMG, um für das 10Q-Team in einem Mercedes-AMG GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife anzutreten. Der Spanier hatte Glück und wurde Ende 2020 für zwei Jahre zum Werksfahrer befördert - und bestreitet nun die DTM-Saison 2021.

DTM hat Priorität: Juncadella versäumt ein GTWCE-Rennen

Neben der Traditionsserie wird Juncadella, der über viel GT3-Erfahrung verfügt, erneut beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife am Start sein. Zudem bestreitet er die Langstreckenrennen der GT-World-Challenge Europe mit Raffaele Marciello und Jules Gounon für das Mercedes-Team AKKA ASP.

Das Nürburgring-Rennen der SRO-Serie Anfang September kollidiert übrigens mit der DTM in Spielberg, doch in Juncadellas Saisonplanung hat laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' die DTM Priorität.

"Das ist ein Adrenalinschub und eine brutale Motivation", sagt Juncadella, der 2018 mit seinem Sieg in Brands Hatch den Durchbruch in der DTM erlebte und 2019 nach dem Mercedes-Ausstieg immerhin bester Aston-Martin-Pilot war. "Ich habe noch eine Rechnung offen, nachdem ich in meinem bislang letzten Jahr in dieser Meisterschaft wirklich konkurrenzfähig und auf meinem Zenit war."

Juncadella: Bestes DTM-Jahr im schwachen Aston Martin

Mit seiner Rückkehr zu Mercedes schließt sich der Kreis für den Rennfahrer aus Barcelona, der vor acht Jahren als Meister der Formel-3-Euroserie in die DTM aufgestiegen war - und 2013 als Mercedes-Werksfahrer für das Mücke-Team an den Start ging.

Das Aston-Martin-Jahr 2019 war auch in Hinblick auf das Gesamtergebnis mit Platz 14 Juncadellas bisher beste Saison in der DTM, auch wenn er damals durch die Probleme mit dem Auto keine optimalen Voraussetzungen hatte. Selbst Paul di Resta, 2018 im Mercedes noch DTM-Dritter, landete damals als R-Motorsport-Teamkollege hinter Juncadella.

"Jetzt ist es Zeit, umzusetzen, wie hart ich in den vergangenen Monaten und Jahren gearbeitet habe, damit meine Ziele Realität werden", zeigt sich Juncadella auf 'Instagram' voll motiviert.

Mit GruppeM hat nun auch das zweite Mercedes-AMG-Team die Karten auf den Tisch gelegt. Noch nicht bestätigt ist, mit wem das Haupt-Team in die Saison gehen wird. Und bei Mücke wartet man nach wie vor auf die Bekanntgabe des DTM-Comebacks.

Du willst die wichtigsten Motorsport-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.