Loeb im AF-Corse-Ferrari beim DTM-Saisonauftakt in Portimao - Bildquelle: Motorsport ImagesLoeb im AF-Corse-Ferrari beim DTM-Saisonauftakt in Portimao © Motorsport Images

AF-Corse-Sportdirektor Ron Reichert hat bei 'Motorsport-Total.com' schon ausführlich von Sebastien Loebs DTM-Starts in Portimao geschwärmt . Jetzt hat der 48-jährige Rallye-Rekord-Weltmeister auf seinen Social-Media-Accounts selbst ein Video veröffentlicht, das erstmals den genialen Re-Start beim ersten DTM-Rennen aus der Onboard-Kamera des AF-Corse-Piloten zeigt.

"Wer hat gesagt, dass ein Rallyepilot nicht weiß, wie man überholt?", kommentiert der Franzose das Video mit Augenzwinkern in seiner Statusmeldung. Die Onboard-Aufnahme zeigt, mit wie viel Gefühl Loeb zuerst links an einigen Autos vorbereizieht und sich dann auch beim Anbremsen der ersten Kurve perfekt positioniert, obwohl er kaum Erfahrung mit fliegenden Starts hat.

Insgesamt machte Loeb in dieser Runde acht Positionen gut. "Vor mir gab es Unruhe, ich kam durch und hatte einen guten Start", beschreibt er in einem Video-Interview, das als Teil eines ausführlichen Features über Loebs DTM-Auftritt auf dem YouTube-Kanal von 'Motorsport-Total.com' angesehen werden kann, die Situation.

Beim AF-Corse-Team, bei dem Loeb in Portimao Stammfahrer Nick Cassidy ersetzt hat, der bei der Formel E in Monaco antrat, war das Video am vergangenen DTM-Wochenende ein Dauerbrenner, wie Reichert verriet: "Die Onboard-Kamera von Seb beim Neustart im ersten Rennen war das Video, das ich mir an diesem Wochenende am meisten angeschaut habe."

Loeb habe bei seiner Aufholjagd, die ihn innerhalb einer Runde von Platz 21 auf Rang 13 nach vorne brachte, "nicht den Start antizipiert, sondern, was vor ihm auf der Strecke passiert, wo die anderen Autos sich hinbewegen, wer vielleicht Kontakt hat", so Reichert. "Er ist so gefahren, als wüsste er genau, was passiert."

Natürlich profitierte Loeb auch vom Startproblem des an der Spitze liegenden Grasser-Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti, wodurch es im Feld zu einer Kettenreaktion kam, dennoch überraschte der Motorsport-Tausendsassa, der kommendes Wochenende bei der Portugal-Rallye nach seinem Monaco-Triumph wieder im Ford sitzt, das gesamte DTM-Fahrerlager.