- Bildquelle: DTM © DTM

München - "Die DTM wollte immer mehr Marken und mehr Markenvielfalt haben, und ich glaube, in diesem Jahr kriegen wir das", sagt der aktuelle DTM-Champion Rene Rast im "ran racing-Podcast" über die neue GT3-Meisterschaft der ITR (alle Rennen live in SAT.1 und auf ran.de). Auch wenn der Mindener selbst nicht in der Serie startet, freut er sich auf die verschiedenen Autokonzepte und das bunte Fahrerfeld, das sowohl aus echten Hochkarätern als auch jungen, aufstrebenden Talenten besteht.

"Sechs verschiedene Marken und viele, viele Top-Fahrer aus der DTM von früher sind noch dabei, viele junge Talente aus der GT3 sind dabei, die das Auto sehr gut kennen", so Rast weiter: "Ich glaube, da haben wir einen extrem spannenden Mix von Fahrern und neuen Herstellern dabei. Ich glaube, das wird gigantisch werden."

Der zweimalige DTM-Meister ist sich bewusst, dass die GT3-Boliden langsamer als die Class-1-Prototypen sind, doch das müsse nicht unbedingt zu weniger spannenden Rennen führen. "Aber ich glaube der Fan an sich, der will Motorsport haben mit verschiedenen Marken, mit verschiedenen Fahrern", so Rast: "Ich glaube, das ist, worum es geht."

DTM eine Plattform für junge Rennfahrer

Doch nicht nur für die Fans, sondern auch für viele Youngsters sei die DTM eine wichtige Plattform, um Profirennfahrer zu werden, meint Rast. Es gibt viele aufstrebende Talente, die hoffen, eines Tages für das Rennfahren bezahlt zu werden, anstatt selbst ein Vermögen in den Sport pumpen zu müssen. Genau dafür ist die DTM eine gute Plattform, da sie genau diesen Profisport bietet.

"Wenn man mal zurückschaut die letzten 20 Jahre: Was aus der DTM hervorgekommen ist, welche Fahrer hervorgekommen sind, die sind alle noch teilweise in der Formel 1", erklärt Rast. "Oder viele Formel-1-Weltmeister auch, die sind alle aus dem DTM-Umfeld entstanden. Wenn dieses DTM-Umfeld nicht mehr existieren würde, dann würde ganz viel vom Motorsport wegbrechen, nicht nur in Europa, sondern auch weltweit."

"Wo können sich dann noch junge Fahrer beweisen? Wo können dann noch Formel-Rennserien aufleben? Deswegen: Nicht nur die DTM-Serie an sich, sondern die ganze Plattform DTM war für mich ganz wichtig, dass es das weiter gibt, um einfach den Motorsport weiterleben zu lassen", stellt Rast klar.

Formel E im Fokus

Doch warum verteidigt Rast seinen Titel nicht, wenn er so ein großer Fan der DTM ist? Die Antwort ist einfach: Audi und er haben den Fokus auf die Formel-E-Saison 2021 gelegt. Obwohl Rast an einigen DTM-Rennwochenenden keine Rennen bestreiten wird, hat er keine Zeit, sich zusätzlich auf eine zweite Meisterschaft zu konzentrieren.

"Ich wusste, dass ich die Formel E als Hauptprogramm habe, und deswegen haben wir uns ja auch gegen die DTM entschieden", so Rast: "Ich hätte mit Sicherheit auch die Möglichkeit gehabt, in diesem Jahr in der DTM zu fahren. Aber die Formel E ist im Endeffekt so komplex, dass gar keine Zeit ist, sich auch noch auf eine andere Rennserie zu konzentrieren."

Formel E nimmt viel Zeit in Anspruch

"Auch wenn wir jetzt nur noch vier Rennwochenenden Formel E haben: Das sind jetzt drei Monate komplett Vollgas", setzt der Mindener fort: "Jeder Tag zwischen den Rennen ist irgendwie geblockt mit Simulatortagen oder Vor- und Nachbereitungstagen für die Formel E. Das heißt, du hast gar keine Chance, neben der Formel E noch eine andere Rennserie auf dem Level zu fahren, so wie ich es in der Vergangenheit gemacht habe."

"Wenn ich eine Rennserie fahre, dann gebe ich entweder alles, oder ich lasse es", stellt der 34-Jährige klar: "Für mich war es daher keine Option, die DTM nebenbei zu machen." Dennoch bleibt Rast der DTM treu, denn er wird an ausgewählten Rennwochenenden immerhin als ran-Experte agieren und die Zuschauer an seinem Erfahrungsschatz teilhaben lassen.

 

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