Sophia Flörsch. - Bildquelle: imago images/PakuschSophia Flörsch. © imago images/Pakusch

Assen - Sophia Flörsch musste nach den ersten Punkten ihrer DTM-Karriere erst einmal etwas klarstellen. 

Sie hatte im Vorfeld des sechsten Rennwochenendes in Assen betont, dass sie ihre Zukunft im Formelsport und im Prototypensport sehe. Die DTM (live und exklusiv in SAT.1 und auf ran.de) ging dabei allerdings ein wenig unter, von einer zweiten Saison war nicht die Rede.

"Es ist mir im Nachhinein klargeworden, dass es missverstanden werden konnte", sagte sie auf Nachfrage von ran: "Der Formelsport ist das, wo ich wieder hin will. Endurance macht Spaß und da sollte man als Rennfahrer ein Standbein drin haben. Aber die DTM ist trotzdem weiterhin eine Option“, sagte sie auf Nachfrage von ran und verriet: "Das Projekt mit Abt und Schaeffler war über zwei Jahre aufgebaut."

Den nächsten Schritt machen

Theoretisch also inklusive 2022. Ein weiteres Jahr wäre eine gute Möglichkeit, das Gelernte umzusetzen, einen weiteren Schritt zu machen.

Als junger Rennfahrer müsse man aber von Jahr zu Jahr schauen und sehen, was am meisten Sinn mache, so die 20-Jährige: "Deshalb werden wir uns in den kommenden Wochen zusammensetzen und offen reden, wie es weitergeht."

Flörsch macht keinen Hehl daraus, dass sie die Formelkarriere noch nicht abgehakt hat. Denn dort fühlt sie sich "am meisten zuhause". Es ist aber auch kein Geheimnis, "dass in den Nachwuchskategorien das Racing ziemlich teuer ist", sagte Flörsch selbst. Deshalb hat sie 2021 auf eine weitere Saison in der Formel 3 verzichtet.

Es ist zudem kein Geheimnis, dass es in der DTM bis zu ihrem neunten Platz am vergangenen Samstag nicht lief bei Flörsch, vier 15. Plätze waren bis dato die beste Ausbeute. Zu wenig für die Erwartungen von außen, zu wenig aber auch für die eigenen Ansprüche.

Abt-Teamchef Thomas Biermaier hatte zuvor verraten, dass Flörsch sich in ihrer DTM-Debütsaison bisweilen selbst zu sehr unter Druck gesetzt hat. Und natürlich ist Motorsport vor allem auch Kopfsache. Zwar ist klar, dass der neunte Platz durch zahlreiche Ausfälle glücklich zustande kam, doch ist die Punktefahrt vielleicht der lang ersehnte Knotenlöser? 

Mit anderen Erwartungen gestartet

"Es ist kein Geheimnis, dass ich nicht zufrieden mit den Plätzen war, wo ich herumgefahren bin. Ich bin mit anderen Erwartungen in die Saison gestartet", stellte sie klar. 

Mit Platz neun sei ihr "ein Stein vom Herzen gefallen, das hat gut getan, uns allen", erklärte sie. "Ich hoffe, dass die Stimmung nochmal besser ist und ich in den letzten Rennen nochmal angreifen und hoffentlich noch mehr Punkte einfahren kann." Dass es in der DTM weiterhin kein Selbstläufer ist, zeigte der Rennsonntag. Da fuhr Flörsch ohne Zwischenfälle auf Platz 16.

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