T3 zieht die Boliden von Nicki Thiim und Esmee Hawkey zurück - Bildquelle: Speedpictures.deT3 zieht die Boliden von Nicki Thiim und Esmee Hawkey zurück © Speedpictures.de

Imola - Was 'Motorsport-Total.com' bereits berichtet hat, hat die DTM-Dachorganisation nun auch offiziell bestätigt: Das Lamborghini-Team T3 Motorsport wird beim kommenden Rennwochenende in Imola nicht an den Start gehen.

"Wir wurden kurzfristig darüber informiert, dass beide DTM-Fahrzeuge sowie beide DTM-Trophy-Fahrzeuge nicht in Imola starten", so DTM-Manager Frederic Elsner.

Zu den Hintergründen "können und werden wir uns nicht äußern, da dies die Angelegenheit von Team, Hersteller und Fahrern ist", fährt der Österreicher fort. "Grundsätzlich gibt es aber bestehende Verträge, in denen klar geregelt ist, was ein Nichtantritt zur Folge hat."

Teilnahme an allen Rennen verpflichtend: T3 droht Strafe

Im DTM-Reglement steht bei Artikel 4.1: "Mit der Einschreibung verpflichten sich Wettbewerber und Fahrer, an allen Veranstaltungen teilzunehmen. Der Fahrer darf während der Saison nicht gewechselt werden. Jeder Fahrerwechsel muss bei den Rennkommissaren angemeldet werden."

Im Commercial Agreement, also dem finanziellen Vertrag zwischen den Teams und der ITR, ist geregelt, dass bei einem Nichtantritt eine Geldstrafe auf den betroffenen Teilnehmer zukommt. Wie hoch diese genau ist, ist nicht bekannt.

15.000 Euro Strafe für Test-Abwesenheit

Sollten Nicki Thiim und Hawkey aber nicht nur in Imola, sondern auch bei den verbleibenden sechs Saison-Wochenenden nicht für T3 Motorsport starten, was in Anbetracht der Lage nicht auszuschließen ist, würde sich der Betrag summieren.

Schon nach dem offiziellen Test in Hockenheim am 5. und 6. April musste man 15.000 Euro Strafe zahlen, weil Esmee Hawkey trotz verpflichtender Anwesenheit nicht vor Ort war. Das Team gab damals an, dass die Britin wegen eines positiven Corona-Tests nicht teilnehmen konnte, konnte aber den Beweis nicht erbringen, weshalb man die Strafe zahlen musste. Damals war ihr Sponsor ROKiT abgesprungen.

Einschreibegebühr wurde bezahlt

Obwohl es heißt, dass das Team Geldprobleme habe, wurden die Rechnungen an die ITR laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bislang stets bezahlt. Das gilt auch für die Nenngebühr, die - je nach Zeitpunkt der Einschreibung - zwischen 69.000 und 129.000 Euro beträgt.

Das Team aus Dresden, das neben den zwei DTM-Boliden dieses Jahr auch in der DTM-Trophy mit zwei Audi R8 LMS GT4 und den Piloten John Paul Southern jun. und Matias Salonen startet, wurde im November 2018 gegründet. 2019 stieg man mit zwei Audi R8 LMS GT3 ins ADAC GT Masters ein. Da man als eines von zahlreichen Audi-Teams keine Chance auf Werksunterstützung sah, folgte 2020 der Markenwechsel zu Bentley.

Doch nach einem Jahr zog die britische Marke beim GT3-Projekt den Stecker, wodurch 2021 der nächste Markenwechsel zu Lamborghini bevorstand. Im Vorjahr nahm man neben dem ADAC GT Masters auch mit zwei Huracan GT3 Evo und Esteban Muth und Esmee Hawkey und konnte als einziges Lamborghini-Team teilweise durchaus überraschen. Als bestes Ergebnis erreichte Muth auf dem Nürburgring Platz fünf.

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