Überraschender Wechsel bei der DTM: Die Traditionsserie setzt trotz des lauf... - Bildquelle: LATÜberraschender Wechsel bei der DTM: Die Traditionsserie setzt trotz des laufenden Hankook-Vertrags ab 2021 auf Michelin Reifen. © LAT

München - Überraschende Wendung hinter den Kulissen der DTM (Alle Rennen live in SAT.1 und auf ran.de): Die Traditionsserie wird ab der bevorstehenden Saison mit Michelin- statt mit Hankook-Reifen an den Start gehen. Diesen exklusiven Vertrag, der vergangene Woche unter Dach und Fach gebracht wurde, hat die DTM-Dachorganisation ITR in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.

Die Nachricht sorgt für Verwunderung, da die 2019 im Rahmen des Norisring-Wochenendes verkündete Vertragsverlängerung mit Hankook eigentlich bis Ende 2023 gültig gewesen wäre. Der Kontrakt scheint allerdings vorzeitig aufgelöst worden zu sein, wodurch die Partnerschaft der Südkoreaner mit der DTM nach zehn Jahren endet.

"Michelin steht für unschlagbare Qualität und absolute Premiumprodukte, die seit Jahrzehnten nicht nur auf der Straße zum Einsatz kommen, sondern auch im Rennsport an erster Stelle stehen", lobt DTM-Boss Gerhard Berger den neuen französischen Reifenpartner.

Warum die DTM auf Michelin-Reifen setzt

"Jeder Rennfahrer wird bestätigen: Die konstant hohe Performance der Michelin-Reifen über die gesamte Renndauer hinweg ist nicht zu toppen. Aus Fahrer- und Teamsicht also beste Voraussetzungen, die man sich nur wünschen kann", so der Österreicher.

Michelin ist tatsächlich im Motorsport für seine hohe Qualität bekannt, dafür sind die Franzosen nicht bereit, hohe Marketinggelder als Serienpartner lockerzumachen. Das könnte für die ITR zur Herausforderung werden, da man nach dem Ende der DTM als Herstellerplattform auf sich alleine gestellt ist. Und Hankook jedes Jahr mehrere Millionen Euro in die ITR-Kasse eingezahlt hat.

Die Südkoreaner haben währenddessen - was GT3 angeht - nur einen Langstrecken-Reifen im Portfolio, den man in der 24h-Serie einsetzt. Da man dort mit anderen Anforderungen konfrontiert ist als in einer Sprintserie wie der DTM, hätte Berger vermutlich auf einen hohen Abbau, der die Rennen unberechenbar macht, verzichten müssen. Und auch die Rundenzeiten wären - so der allgemeine Tenor - höher gewesen.

Welche Rolle spielen die Rundenzeiten?

Da Berger aber das Ziel hat, die DTM als Premium-GT3-Serie mit Vollprofis zu positionieren, legt er wert darauf, dass die Rundenzeiten besser sind als in der Konkurrenzserie GT-Masters. Die ADAC-Serie setzt auf Pirelli-Pneus.

Auch bei Michelin freut man sich über die Zusammenarbeit mit der ITR. "Es ist eine wahrhaft internationale Serie mit Weltklasse-Fahrern und renommierten Fahrzeug-Marken", wird Julien Vial, Kundensportchef von Michelin, in der Pressemitteilung zitiert.

Als Pneu für die DTM haben die Franzosen den Reifentyp Michelin Pilot Sport GT S9M nominiert, der laut Vial "auf hohe Leistung und außergewöhnliche Konstanz ausgelegt ist".

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