Nyck de Vries hatte in Berlin mal wieder Grund zum Jubeln - Bildquelle: Motorsport ImagesNyck de Vries hatte in Berlin mal wieder Grund zum Jubeln © Motorsport Images

Berlin - Nyck de Vries ist zurück auf der Siegerstraße: Beim Sonntags-Rennen der Formel E in Berlin war es der amtierende Weltmeister, der einen Durchmarsch von Venturi-Pilot Edoardo Mortara verhinderte und sich den Sieg schnappte. Für Mercedes-Pilot de Vries ist es mehr als nur der zweite Saisonsieg.

Denn nach dem Sieg beim Saisonauftakt in Riad lief nicht mehr viel zusammen für den Niederländer. Entsprechend befreit wirkte de Vries, als er nach dem Rennen bei ran zugab: "Ehrlich gesagt, ist es sogar noch emotionaler, als im letzten Jahr [als er in Berlin Weltmeister wurde], einfach weil wir jetzt ein paar schlechte Rennen hinter uns haben."

Nyck de Vries: "Ein perfekter Tag für uns"

Tatsächlich kam de Vries zwischen dem Auftaktsieg in Riad und dem Sonntags-Erfolg in Berlin nicht über Rang sechs, eingefahren in Mexiko, hinaus. Dazu gesellen sich drei zehnte Plätze in Riad 2, Monaco und Berlin 1, sowie die Nullnummer beim Double-Header in Rom. "Es war nichts falsch, aber es lief einfach nicht gut für uns", beteuert de Vries.

"Hier von P3 aus zu gewinnen und die Führung schon am Start zu erobern ... Einfach ein perfekter Tag für uns!" Der Start war die Schlüsselszene des Rennens. De Vries stürmte von P3 aus nach vorne und quetschte sich noch in der ersten Kurve innen an Mortara vorbei.

Dass er gleich zu Beginn die Führung erobern konnte, habe ihn ein bisschen überrascht, sagt er nach dem Rennen gegenüber 'Autosport'. "Ich hatte einen guten Start, ein bisschen besser als Robin. Und offensichtlich war ich nicht allzu weit von Edo entfernt. Diese Art von Chance kam überraschend, aber ich habe sie genutzt."

Nyck de Vries nach dem Start nicht mehr zu stoppen

Von da an war de Vries nicht mehr aufzuhalten. Spätestens nach seinem Einsatz des Attack-Mode war klar, dass der Mercedes-Pilot an diesem Tag kaum zu stoppen war. Mit Hilfe der Zusatzenergie setzte er sich in der ersten Rennhälfte vom Feld ab.

"Unsere Pace war heute sehr stark, und sie hat definitiv geholfen, das Kommando zu übernehmen und unser eigenes Rennen zu fahren. Das macht einen großen Unterschied. Heute mussten wir nicht wirklich kämpfen, wir sind ein sauberes Rennen gefahren, wir haben unsere Reifen und unsere Energie unter Kontrolle gehalten", blickt de Vries zurück.

"Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich bin also sehr, sehr glücklich über mein Comeback." In der Gesamtwertung ist de Vries durch den Sieg auf P6 geklettert. Teamkollege Stoffel Vandoorne, in Berlin zwei Mal Dritter, führt die Fahrer-WM an.

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