Pascal Wehrlein erlebte ein frustrierendes Wochenende - Bildquelle: imago images/ShutterstockPascal Wehrlein erlebte ein frustrierendes Wochenende © imago images/Shutterstock

Puebla - Eigentlich erlebte Pascal Wehrlein das beste Wochenende in seiner Formel-E-Laufbahn.

Auf dem Autodromo Miguel E. Abed in Mexiko fuhr der Porsche-Fahrer am Samstag auf Platz 1, einen Tag später auf Platz 2.

Allzu lange freuen konnte er sich darüber nicht. Dem ehemaligen Formel-1-Fahrer wurden beide Platzierungen aberkannt.  

Nicht gemeldete Reifen kosteten Wehrlein den Sieg

Am Samstag hatte ein Formfehler nachträglich für den Ausschluss gesorgt. Weil die beiden Fahrer Pascal Wehrlein und Andre Lotterer mit nicht gemeldeten Reifen unterwegs waren, erfolgte direkt nach dem Rennen die Disqualifikation.

Wehrlein hatte dafür kein Verständnis: "Die Strafe war viel zu hoch für das, was wir getan haben." Porsche hat bereits Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt.

Die ran-Experten Christian Danner und Daniel Abt sind sich allerdings einig: Die Erfolgsaussicht ist gering. 

Der 26-Jährige ließ sich davon allerdings nicht entmutigen, fuhr am Sonntag erneut ein starkes Rennen und landete hinter Edoardo Mortara auf den 2. Rang.

Erneut war die Freude nur von kurzer Dauer: Im Interview mit ran erfuhr er, dass sein Rennen wegen einem möglichen "Maximum Power Overuse" noch einmal untersucht wird.

"Das höre ich jetzt gerade zum ersten Mal. Power Overuse? Keine Ahnung", sagte er sichtlich überrascht.

"Improper use of fan boosts" bringt Wehrlein um Platz 2

Kurios: Wehrlein wurde davon zwar freigesprochen, dafür aber mit einer anderen Strafe belegt. Sein Regelverstoß ist ein sogenannter "Improper use of fan boosts."

Das heißt: Wehrlein hatte seinen Fanboost nicht ausreichend eingesetzt.

Er tat dies wohl erst am Ende des Rennens. Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt war der Akkustand bereits so gering, dass sein elektrischer Motor nicht mehr die vorgeschriebene Mindestleistung von 240 kW an die Antriebswelle abgeben konnte

Die Konsequenz ist eine Zeitstrafe von 5 Sekunden. Dadurch fiel er von Platz 2 zurück auf den 4. Rang, verlor also zwei Podiumsplätze an einem Wochenende.

Lediglich die Tatsache, dass sein Fahrzeug eine gute Entwicklung genommen hat, dürfte ihn für die weiteren Aufgaben zuversichtlich stimmen. 

"Wir haben ein starkes Wochenende gezeigt, von daher kann das ganze Team stolz sein", sagte Wehrlein am Sonntag. "Wir haben einen großen Schritt gemacht. Ich freue mich einfach auf die nächsten Rennen, weil ich weiß, wir sind ganz vorne mit dabei."

Die nächsten Rennen finden am 10. und 11. Juli in New York statt (live in SAT.1 und auf ran.de).

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