München - Der chinesische Grand Prix in Shanghai steht auf der Kippe. Einem Medienbericht der "BBC" zufolge soll das fest eingeplante Rennen für 2023 aus dem Rennkalender fallen. Grund für einen potenziellen Ausfall wäre die im Land immer noch vorherrschende strenge Null-Covid-Strategie.

Denn auch Mitarbeiter der Formel 1 müssen sich im Falle einer Corona-Infektion an die vorherrschenden Quarantäneregeln halten. Daher komme die Formel 1 zu dem Schluss, nächstes Jahr noch nicht fahren zu wollen, um den Rennställen nicht zumuten zu müssen, dass ihre Mitarbeiter tagelang dort festgehalten werden.

Eine offizielle Absage liegt zwar noch nicht vor, doch da ein Statement bislang hinausgezögert wird, erhärtet sich der Verdacht auf ein Aus des China GP. Dieser hätte regulär am 16. April 2023 stattgefunden.

Formel 1: Domenicali hört "wenig aus Deutschland"

Gleichzeitig würde durch den Wegfall des Rennens wohl ein Platz für eine Ersatzrennstrecke frei. Auch Deutschland dürfte sich mit seinen Strecken in Hockenheim und am Nürburgring wohl Hoffnungen machen. Dass in der nächsten Saison hierzulande ein Rennen der Königsklasse des Motorsports ausgetragen wird, gilt jedoch trotzdem als unwahrscheinlich.

Denn erst Ende September kritisierte Formel-1-Chef Stefano Domenicali die Bemühungen um einen Grand-Prix in Deutschland: "Wenn ich selbst keinen Anruf mache, sehe und höre ich wenig aus Deutschland", sagte er gegenüber der "Sport Bild". 

Weiter führte er die Anforderungen aus, die er an Deutschland stelle, um wieder im Rennkalender vertreten sein zu können: "Es ist mir ein Rätsel, wie man heutzutage kein Business rund um einen Grand Prix aufbauen kann. Aber: Kriegen sie das hin, werden wir auch wieder ein Rennen in Deutschland haben."