Alonso spulte beim Abu-Dhabi-Test 2022 seine ersten Kilometer für Aston Mart... - Bildquelle: Motorsport ImagesAlonso spulte beim Abu-Dhabi-Test 2022 seine ersten Kilometer für Aston Martin ab © Motorsport Images

Im Alter von 41 Jahren wagt Fernando Alonso noch einmal einen Neuanfang in der Formel 1. Der zweimalige Weltmeister verabschiedete sich nach zwei Saisons von Alpine, um bei Aston Martin noch einmal einen mehrjährigen Vertrag ab 2023 zu unterschreiben.

Alonsos Ziel bleibt dabei unverändert: Der Spanier möchte noch einmal an die Spitze der Königsklasse zurückkehren. "Ich werde nicht mehr weitermachen, wenn ich nicht glaube, dass wir eine Chance haben können", stellt er in diesem Zusammenhang klar.

Mit anderen Worten: Er will nicht nur in der Formel 1 bleiben, um einfach in der Startaufstellung zu stehen. "Ich weiß nicht, ob die Chance bei einem oder zehn Prozent liegt. Aber ich mache nur weiter, weil ich daran glaube, dass wir eine Chance haben werden", so Alonso.

Zwar wisse er, dass es "unrealistisch" sei, den Rückstand auf die Spitze bereits 2023 aufzuholen. Denn die Saison 2022 beendete sein neuer Arbeitgeber Aston Martin nur auf dem siebten WM-Platz. "Aber wir müssen die Grundlage legen, die wir brauchen", betont Alonso.

2023 erst einmal Aufbauarbeit

2023 gehe es darum, ein gutes Auto zu bauen, das eine Basis für kommende Boliden sei. Außerdem müsse man einfach "besser" als die Konkurrenz arbeiten. "[Die Formel 1] ist ein sehr kompetitives Umfeld. Man muss also etwas Besonderes leisten, um Champion zu werden", erklärt er.

"Ich bin bereit, auf meiner Seite etwas Besonderes zu leisten, und ich erwarte vom Team das Gleiche", so Alonso, der zudem klarstellt, dass sein Verbleib in der Formel 1 auch von seiner eigenen Form abhängig sei. Deswegen habe er aktuell auch noch kein konkretes Datum für ein Karriereende.

"Ich weiß es nicht. [2021] war ich vielleicht nicht bei 100 Prozent. Wenn ich ein paar solcher Saisons habe, [...] dann höre ich vielleicht auf." 2021 war der zweimalige Weltmeister nach zwei Jahren Formel-1-Pause mit Alpine in die Königsklasse zurückgekehrt.

Obwohl er die WM damals vor seinem Teamkollegen Esteban Ocon beenden konnte, war er mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden. 2022 sei er dagegen "sehr stolz" auf seine Leistung gewesen, weshalb er noch "ganz sicher zwei oder drei Jahre" in der Formel 1 bleiben werde.

Alonso: Kann noch immer den Unterschied machen

Die offizielle Laufzeit seines Aston-Martin-Vertrags ist nicht bekannt, bei der Verkündung war die Rede lediglich von einem mehrjährigen Kontrakt. Sollte man diesen also nicht vorzeitig auflösen, wird Alonso noch bis mindestens Ende 2024 in der Formel 1 fahren.

So lange wolle er mindestens bleiben, "weil ich weiß, was ich dem Team geben kann", betont er selbst und erklärt, anschließend wolle er "Jahr für Jahr" entscheiden, wie es weitergehe. Aktuell habe er auf jeden Fall den Eindruck, dass er im Cockpit noch immer den Unterschied machen könne.

"Ich denke, ich kann einen Unterschied in entscheidenden Momenten im Rennen machen, bei der Erfahrung, Entscheidungen oder dabei, über die Strategie nachzudenken", verrät er und erklärt: "Es geht nicht um die fahrerischen Fähigkeiten. Ich glaube, wir haben alle ein großes Talent und fahren schnelle Autos."

"Es geht eher um den Kopf und darum, wie man einige Dinge kontrolliert", so Alonso, der mit inzwischen 356 Starts mehr Rennen auf dem Konto hat als jeder andere Pilot in der Geschichte der Formel 1. Seine Erfahrung alleine wird aber nicht reichen, um mit Aston Martin ganz nach vorne zu kommen.