Nikita Mazepin (l.) und Mick Schumacher fahren gemeinsam für Haas. - Bildquelle: ImagoNikita Mazepin (l.) und Mick Schumacher fahren gemeinsam für Haas. © Imago

München - Zwischen Nikita Mazepin und Mick Schumacher hat es auf der Rennstrecke schon so manches mal Ärger gegeben. Erst beim Grand Prix in Monza verschuldete der Russe einen Dreher des Deutschen. Allzu viel Bedeutung will Mazepin den Reibereien mit seinem Haas-Teamkollegen aber nicht beimessen.

"Es passiert viel - und gleichzeitig auch nichts. Es sind einfach zwei junge Fahrer, die an die Spitze der Formel 1 wollen und in eine schwierige Situation gesteckt wurden, denn je mehr das Jahr voranschreitet, desto mehr können wir nur gegeneinander kämpfen", erklärte der Rookie im Formel-1-Podcast "Beyond the Grid".

Und weiter: "Für mich kann Platz 19 ein Highlight und Platz 20 ein sehr schlechter Punkt des Wochenendes sein. In jeder anderen Kategorie würde man fragen, was ist der Unterschied zwischen 19 und 20 – aber bei uns ist es 'alles oder nichts'".

Mazepin mag Schumacher "aus tiefstem Herzen"

Genau diese Tatsache hat nach Meinung des Russen auch einen Einfluss auf die Einstellung von Schumacher zu ihm. "Es ist wie es ist und ich weiß nicht, wie viele Jahre wir noch zusammen fahren, aber ich denke nicht, dass es eine angenehme Fahrt wird", so Mazepin weiter.

Die Rookies, die von Haas als Fahrer-Paarung für 2022 bereits bestätigt wurden, kennen sich schon seit vielen Jahren und auch im Kartsport herrschte zwischen ihnen häufig eine große Konkurrenz. "Es war auch damals keine Kaffeefahrt. Wir wollten beide gewinnen - manchmal war es einfacher und manchmal hatten wir auch schwierige Momente."

Daran, dass der Russe den Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher aber gerne mag, ändern auch die Kämpfe auf der Rennstrecke nichts.

"Bis heute mag ich Mick aus tiefstem Herzen. Er ist ein super talentierter Junge, der bereits unglaubliche Dinge in seiner Karriere erreicht hat. Aber das ist abseits von der Strecke - auf der Strecke interessiert mich nicht, gegen wen ich fahre. Und in den vergangenen Rennen war sein Auto das Einzige, vor das ich mich schieben konnte."

Duelle sind Stress für Haas-Teamchef Steiner

Dass seine ständigen Scharmützel mit dem jungen Deutschen bei seinem Teamchef Günther Steiner für "Stress" sorgen, ist Mazepin dabei durchaus bewusst. "Hinter dem Lenkrad hat man mehr Kontrolle über die Situation. Er will einfach das Beste für das Team. Für ihn ist es egal, wer von uns vorne ist."

Nach 14 Rennen in seiner Premierensaison liegt Mazepin aktuell als letzter Fahrer auf Rang 20, Teamkollege Mick Schumacher rangiert einen Platz davor.

"Ich fühle mich noch nicht zu Hause in der Formel 1, es ist ein großer Schritt", gab der 22-Jährige in diesem Zusammenhang ehrlich zu.

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