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Ein ausgestreckter Mittelfinger, eine Beleidigung via Funk: Das spannende Titelrennen in der Formel 1 zwischen Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Spitzenreiter Max Verstappen hat schon im Freitagstraining zum Großen Preis der USA nochmals an Schärfe gewonnen.

Hitziges Duell schon im Training

"Dummer Idiot" schimpfte Verstappen, nachdem die Kontrahenten zu Beginn einer schnellen Runde nebeneinander auf die erste Kurve zugerast waren und Mercedes-Pilot Hamilton auf der Innenseite nicht zurückgesteckt hatte. Red-Bull-Star Verstappen schimpfte und zeigte dem Briten die unflätige Geste.

Es könnte nur der Vorgeschmack auf ein erneut hitziges Duell im Rennen am Sonntag gewesen sein. Erstmals seit dem denkwürdigen Zusammenstoß von Monza könnten Hamilton und Verstappen dort wieder direkt aneinandergeraten. In Russland (Verstappen) und der Türkei (Hamilton) waren die beiden Top-Piloten zuletzt wegen Motorenstrafen in der Startaufstellung zurückversetzt worden.

Dieses Schicksal trifft in Texas abermals Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas, der am Freitag für die Bestzeit sorgte. Der Finne drehte im ersten Training in 1:34,874 Minuten die schnellste Runde des Tages. Auch Hamilton (1:34,919) war dort schneller als Sergio Perez (1:34,946), der im Red Bull das zweite Training anführte.

Schlüssel für den Titel: Zuverlässigkeit!

Am Sonntag muss Bottas wegen der nächsten Motorenstrafe in der Startaufstellung um fünf Positionen nach hinten rücken. "Wir leiden ein bisschen unter der Zuverlässigkeit. Dieses Jahr trifft es uns hart", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Bottas ist zum dritten Mal in den letzten vier Rennen betroffen. "Es ist schon der sechste Motor bei Valtteri", beklagte Wolff, "das ist nichts, was wir uns aussuchen."

So bleibt die Lage bei Mercedes trotz der Überlegenheit in der Performance angespannt. Ob Hamilton die verbleibenden sechs Saisonrennen ohne weiteren Motorenwechsel und damit eine weitere Strafe bestreiten kann, ist unklar. 

"Das Risiko besteht weiterhin. Es ist schwierig abzuwägen, ob man eine gewisse Situation vorbeugt und eine Strafe in Kauf nimmt oder darauf verzichtet und einen Ausfall riskiert", sagte Wolff, der letzteres als "Killer" im Titelrennen bezeichnete: "Den Verlust von 25 Punkten wettzumachen, ist schwierig." 

 

Sebastian Vettel erwartet wegen des vierten Motorenwechsels an seinem Aston Martin eine Strafversetzung ans Ende des Feldes. Der viermalige Weltmeister (1:36,718) kam im zweiten Training nicht über den 15. Rang hinaus. Mick Schumacher (1:37,041) belegte bei seiner US-Premiere im unterlegenen Haas den 17. Rang, der 22-Jährige blieb klar vor seinem russischen Teamkollegen Nikita Mazepin.

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