Franz Tost, Dietrich Mateschitz und Sebastian Vettel 2008 in Monza - Bildquelle: LATFranz Tost, Dietrich Mateschitz und Sebastian Vettel 2008 in Monza © LAT

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bestätigte kürzlich, dass sich sein Team ernsthaft mit dem Thema beschäftige, Sebastian Vettel zur Saison 2021 zurückzuholen. Für Juniorteam AlphaTauri war das laut Teamchef Franz Tost dagegen nie eine Option.

"Das war nie ein Thema, weil wir haben ja eine andere Philosophie", erinnert der Österreicher bei 'Sky' und erklärt: "Toro Rosso beziehungsweise jetzt AlphaTauri ist ja auch dafür zuständig, dass junge Fahrer vom Red-Bull-Pool ausgebildet werden."

"Und Sebastian hat damals nicht mehr zu den jungen Fahrern gezählt und deshalb ist das überhaupt gar nicht diskutiert worden", so Tost. Dabei wäre die Idee durchaus charmant gewesen, denn Vettel feierte 2008 mit Toro Rosso seinen ersten Formel-1-Sieg.

"Das war ein wunderschöner Tag", erinnert sich Tost an das "Wunder von Monza" zurück und ergänzt: "Sebastian ist ein super gutes Rennen gefahren, ohne irgendeinen Fehler, und hat das Ding sicher nach Hause gefahren."

Zur Saison 2009 wurde Vettel anschließend zu Red Bull befördert, wo er zwischen 2010 und 2013 viermal in Folge Weltmeister wurde. Den Rücktritt des Deutschen am Ende der Saison 2022 findet Tost übrigens "schade".

"Sebastian war einfach ein fixer Bestandteil in der Formel 1, aber er hat sich jetzt entschieden, dass er was anderes machen will. Er hat andere Prioritäten in seinem Leben und das muss man einfach respektieren", findet Tost.

"Ich von unserer Seite kann nur sagen: Danke für die super Zeit, die wir mit ihm gehabt haben, auch für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit. Sebastian war sehr fokussiert und hat genau gewusst, was er wollte", erinnert sich Tost.

Eine Rückkehr nach Faenza war trotzdem nie ein Thema.