München - Nein, Freunde werden Günther Steiner und Ralf Schumacher wohl nicht mehr.

In der abgelaufenen Saison nahm Schumacher in seiner Rolle als "Sky"-Experte selten ein Blatt vor den Mund, und Steiner bekam regelmäßig sein Fett weg. Klar: Steiner war zwei Jahre lang der Teamchef von Ralfs Neffen Mick Schumacher. 

Und vor allem 2022 war Ralf Schumacher unzufrieden mit dem Führungsstil Steiners, und auch mit dem generellen Umgang mit dem Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Mick musste lange auf eine Entscheidung warten, ob er auch 2023 für Haas fahren kann.

Kurz vor dem Saisonfinale war klar, dass es für Schumacher bei dem US-Rennstall keine Zukunft gibt. Auch im Verlauf der Saison mäkelte Ralf Schumacher immer wieder an Steiner herum.

Ralf Schumacher: Steiner "ein Selbstdarsteller"

"Ich glaube, dass Günther Steiner nicht damit klarkommt, dass jemand anderes bei Haas im Fokus steht. Er ist sehr, sehr gerne derjenige, der im Vordergrund steht", sagte Ralf Schumacher zuletzt und nannte den Italiener dabei einen "Selbstdarsteller". Zugleich empfahl er ihm einen Personalführungskurs.

Steiner wehrte sich jetzt gegen die Kritik. Für ihn sei klar, dass Ralf Schumacher versuche, "einen öffentlichen Kampf hervorzurufen", sagte er der "Sport Bild".

Daran habe er aber kein Interesse, so Steiner: "Ich mache, was ich mache. Er kann sagen, was er will. Ich habe kein Interesse, darauf eine Antwort zu geben, weil ich kein Selbstdarsteller bin", so Steiner.

Mick Schumacher hingehalten? Steiner wehrt sich

Der Südtiroler stellt zugleich klar, dass Mick Schumacher durch die ständige Familien-Kritik keine Nachteile hatte: "Meine Entscheidung wurde durch Ralfs Verhalten nicht beeinflusst."

Steiner wehrte sich auch gegen Vorwürfe, er habe Mick Schumacher hingehalten, obwohl angeblich lange klar gewesen sei, dass er gehen müsse.

"Wir haben nicht seit drei Monaten rumgespielt, dass wir es wüssten und es ihm nicht sagen. Wir haben lange geschaut, was ist das Beste für uns ist und uns Zeit genommen. Das war kein Hinauszögern", so Steiner.