Mick Schumacher. - Bildquelle: imago images/ZUMA WireMick Schumacher. © imago images/ZUMA Wire

München – Mick Schumacher nimmt Tempo auf. Und das zum richtigen Zeitpunkt. 

Denn das Gedränge ist groß, die Konkurrenz knallhart, erst recht in der Ferrari-Nachwuchsakademie. Da gilt es für Mick in der Formel 2: Nicht einfach nur mitfahren, sondern Akzente setzen.

Auf sich aufmerksam machen. Die Blicke auf sich lenken. Überzeugen.

Zuletzt in Ungarn feierte Schumacher zwei Podestplätze, die ihn nach zwei durchwachsenen Rennwochenenden in Spielberg nach insgesamt sechs Rennen in der Gesamtwertung bis auf Platz vier spülen. "Die harte Arbeit hinter den Kulissen zahlt sich endlich aus", sagte Mick.

"Er schlägt sich deutlich besser"

"Ich finde, er macht sich gut", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem Ungarn-Wochenende. "Er schlägt sich deutlich besser als im vergangenen Jahr. Genau das war wichtig für ihn in seinem zweiten Formel-2-Jahr."

Denn darum geht es: Dass Mick die nächsten Schritte macht, um den Sprung in die Formel 1 zu schaffen. Da lässt er sich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn wie in Spielberg auf Podiumskurs der Feuerlöscher aktiviert wird. Denn auch darum geht es: Rückschläge wegstecken, aus Fehlern lernen.

"Ich finde, dass er verglichen mit dem Saisonstart Fortschritte gemacht hat. Es gab ein paar Situationen, in denen er einfach Pech hatte. Wenn man sich aber seine Ergebnisse aus Ungarn anschaut, hat er sich gut geschlagen. Es geht also voran bei Mick und das ist wichtig", so Binotto. 

Natürlich will bereits jetzt jeder wissen, wie es mit Mick 2021 weitergeht. Hat er eine Chance auf die Königsklasse? Bei Alfa Romeo oder Haas könnte sich durchaus eine Chance auftun. 

Doch klar, bis dahin ist es noch ein weiter Weg, auch wenn sich für 2021 Türen öffnen können: "Es ist noch zu früh, um für nächstes Jahr etwas zu entscheiden", betonte Binotto: "Wir sind ihm gegenüber deutlich und fair. Seine Gesamtperformance in der Meisterschaft wird wichtig sein."

Vierter der Gesamtwertung

Und da hat Mick mit seinen 39 Punkten noch zwei Ferrari-Junioren vor sich. Robert Shwartzman führt die Gesamtwertung nach zwei Saisonsiegen mit 81 Punkten an, gefolgt von Callum Illot (63), ebenfalls Ferrari-Nachwuchsmann. Die Konkurrenz ist also groß. Der Druck auch.

Binotto: "Wenn er unserer Ansicht nach genügend Fortschritte im Ganzen gemacht hat, wird er in einem Formel-1-Auto sitzen. Er muss jetzt einfach so weitermachen wie bisher. Dann werden wir später in der Saison eine Entscheidung treffen."

Umso besser also, wenn Mick sein Tempo noch steigert.

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