Bedient: Max Verstappen hadert immer noch mit den Vorgängen in Singapur - Bildquelle: Motorsport ImagesBedient: Max Verstappen hadert immer noch mit den Vorgängen in Singapur © Motorsport Images

"Das ist niemals akzeptabel", sagte Max Verstappen nach dem Pannen-Qualifying von Red Bull beim Singapur-Grand-Prix 2022. Denn sein Team hatte ihn mit zu wenig Sprit auf die Strecke geschickt und Verstappen so um die mögliche Poleposition gebracht.

Und Verstappen steht weiter zu seinen Aussagen aus Singapur. Vor dem Japan-Grand-Prix in Suzuka auf die Ereignisse der Vorwoche angesprochen, sagte der Red-Bull-Fahrer schlicht: "Es ist keine Raketenwissenschaft. Man muss halt einfach auf die Benzinladung Acht geben."

Großen Redebedarf habe es daher nicht gegeben. Man müsse auch nicht über neue Abläufe im Team nachdenken, weil es "eigentlich nicht viel [gibt], das man ändern müsste", so Verstappen.

Er fügt hinzu: "Wenn du dem Auto Sprit für fünf Runden mitgibst, dann kriegst du damit fünf Runden hin und nicht sechs. Man kann stundenlang darüber sprechen, aber das wird auf die Schnelle gar nichts ändern."

Qualifying nicht der einzige Grund für Verstappen-Form in Singapur

Das vermasselte Qualifying aber sei ohnehin nicht der alleinige Grund gewesen, weshalb er in Singapur hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, sagt Verstappen: "Wir hatten auch einen schwachen Freitag mit nur wenigen Runden [im Training]."

Es seien gleich "ein paar Dinge schiefgelaufen" bei Red Bull. "Wir hatten Änderungen am Auto vorgenommen, die wir dann nicht testen konnten, weil es nass war. Das haben wir dann ins Rennen mitgeschleppt", so Verstappen.

Sein Fazit: "Es war einfach kein sauberes Wochenende und damit ein Beispiel dafür, wie man nicht will, dass sich ein Wochenende entwickelt. Daraus kann man lernen. Es muss sich aber nicht plötzlich etwas ändern im Team. Wir alle wissen: Es war ein schlechtes Wochenende. Wir hatten dieses Jahr aber auch schon viele sehr gute Wochenenden. Wir wissen also, wie es geht."

Weltmeister in Suzuka? Was Verstappen darüber denkt

Und Verstappen weiß auch: Die Chancen stehen gut, dass er Suzuka rechnerisch als Formel-1-Weltmeister verlassen kann. Holt er sich in Japan den Sieg und die schnellste Runde, also die maximal mögliche Punktzahl, dann ist er nicht mehr einzuholen.

Er denke aber "nicht allzu intensiv darüber nach", betont Verstappen. "Es wäre sehr schön, wenn es hier passieren würde. Wenn es aber nicht hier passiert, dann sieht es umso besser aus für das nächste Rennen."

Den Grand Prix in Suzuka gehe er daher nicht anders an als sonstige Rennen, es ändere sich "nichts" für ihn, meint Verstappen. "Man will einfach ein gutes Wochenende haben und alles maximieren. Um den Titel hier zu gewinnen, brauche ich das perfekte Wochenende."

... und das beim Honda-Heimspiel

Einen gewissen Charme aber hätte der vorzeitige Titelgewinn in Suzuka: Das Honda-Heimspiel - die Strecke gehört dem japanischen Hersteller - würde den Erfolg "ganz besonders" machen, so Verstappen.

Er fügt hinzu: "Schade, dass wir nicht schon für den Titelkampf im vergangenen Jahr in Suzuka sein konnten. Deshalb freuen wir uns, dieses Jahr hier zu sein. Schauen wir mal, was passiert."