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Manchmal spielt die Politik in der Formel 1 eine große Rolle. 

Bei Mick Schumacher zum Beispiel hat sie dazu geführt, dass er 2023 keinen Stammplatz in der Motorsport-Königsklasse hat. Denn AlphaTauri-Teamchef Franz Tost hat jetzt verraten, dass er Schumacher gerne geholt hätte.

Franz Tost von Mick Schumacher überzeugt

"Für mich persönlich war er schon ein Thema", sagte Tost RTL/ntv. Er hätte den Deutschen gerne im Auto gehabt, so der Österreicher, denn er sei "davon überzeugt, dass der Mick talentiert ist und dass er auch das Zeug hat, erfolgreich Formel 1 zu fahren".

Davon ist auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff überzeugt, er konnte Schumacher aber "nur" einen Platz als Ersatzfahrer anbieten. Besser als nichts, für Schumacher ist es die Chance, im Dunstkreis der Formel 1 zu bleiben. 

Doch nach dem Aus nach zwei Jahren bei Haas hätte Schumacher wohl zweifellos zugegriffen, wenn er das Angebot von AlphaTauri bekommen hätte.

Doch hier kam die Politik ins Spiel. Denn dass es nicht zu einer Verpflichtung des 23-Jährigen kam, hatte laut Tost auch "politische Gründe". Das Cockpit bekam Nyck de Vries, der Pierre Gasly ersetzt, der wiederum zu Alpine wechselt. Anfang Oktober, als die Wechsel offiziell wurden, hoffte Schumacher noch auf einen Verbleib bei Haas, außerdem war er seit 2019 Ferrari-Nachwuchsmann. 

Mitte November folgte dann erst die Haas-Trennung, weitere vier Wochen später auch das Aus als Ferrari-Junior, wodurch der Wechsel zu Mercedes möglich wurde.

Mick Schumacher: Bei Mercedes "sehr, sehr viel lernen"

Mercedes sei ein "sehr, sehr gutes Team", glaubt Tost, "eines der besten in der Formel 1, da kann er natürlich sehr, sehr viel lernen." Tost hofft daher, dass Schumacher zumindest mal in einem Training in den Silberpfeil steigen kann, denn das würde Schumacher "Selbstsicherheit" bringen, so Tost, sein "technisches Verständnis" weiter steigern und ihn "hoffentlich dann irgendwann zurück ins Starterfeld" bringen.