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München - Mick Schumacher ging hoffnungsvoll in die neue Saison, stand zu Beginn aber oft in der Kritik - auch von seinem Teamchef Günther Steiner. Nach enttäuschenden Auftritten folgte in Silverstone jedoch die große Erleichterung mit seinen ersten Karrierepunkten, die gleichzeitig einen kleinen Aufschwung einläuteten.

Steiner: "Mick war nach Kanada selbstbewusster"

Ein Rennen später in Österreich verzeichnete der Deutsche sogar im zweiten Rennen hintereinander eine Platzierung in den Punkten. Steiner sah die Wende aber wohl schon vorher kommen: "Nach Monaco weiß ich nicht, ob er weniger Risiken eingegangen ist, aber ich konnte in Kanada eine gewisse Veränderung erkennen, wo er selbstbewusster und entspannter zu sein schien und nicht immer versuchte, mehr zu tun als möglich war", verriet der Haas-Chef im Podcast von "racingnews365".

"Es ist schwierig, das bei den Fahrern zu sehen, denn sie setzen ein Pokerface auf, aber ich konnte in Kanada sehen, dass es sich viel einfacher anfühlte. Dann kamen die Ergebnisse in Silverstone und Österreich, was gut war, also können wir hoffentlich so weitermachen", so der 57-Jährige weiter.

Schumachers Turnaround nach Monaco

Gleichzeitig verteidigte er auch seine Kritik an Schumacher im Vorfeld: "Meine Reaktionen nach Monte Carlo waren ziemlich direkt, aber ich denke, das war der beste Weg, um es zu tun", so Steiner, "alle waren ziemlich [verärgert] über das, was passiert ist. Es geht nicht nur um den Schaden, sondern auch um das Risiko."

Schumacher teilte sein Auto in Monaco in zwei Hälften. Es war nicht der erste teure Unfall, den er in der Saison zu diesem Zeitpunkt verursachte. "Man kann keine Risiken eingehen, die es nicht wert sind, eingegangen zu werden; nicht für sich selbst, nicht für das Budget und nicht für das Auto", resümierte der Haas-Chef.

Mick mit neuem Gesicht für die zweite Saisonhälfte

"Es ist nicht sehr befriedigend, wieder einen so großen Unfall zu haben [...] Wir müssen sehen, wie von hier aus weitermachen", hatte Steiner damals noch getadelt. Offenbar zeigte die Kritik beim 23-jährigen Schumacher letztlich Wirkung und er sorgte anschließend endlich für positive Schlagzeilen.

Steiner hofft, dass es in der zweiten Saisonhälfte noch weitere Erfolgserlebnisse für den Deutschen zu verzeichnen gibt, denn "wenn Mick Erfolg hat, haben auch wir Erfolg, weil er Teil des Teams ist."

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