Aston Martin wird in Singapur noch einmal ein Update bringen - Bildquelle: Motorsport ImagesAston Martin wird in Singapur noch einmal ein Update bringen © Motorsport Images

"Wir wussten, dass es hier sehr schwierig werden würde", gesteht Teamchef Mike Krack nach dem Aston-Martin-Doppelausfall in Monza. Erstmals seit vier Rennen blieb die Truppe um Sebastian Vettel in Italien wieder ohne Zähler.

Bereits am Samstag waren beide Piloten in Q1 ausgeschieden. Auf die Frage, ob Monza in diesem Jahr womöglich die schlechteste Strecke im ganzen Kalender für Aston Martin gewesen sei, antwortet Krack mit einem klaren: "Ja!"

Im Training habe man "verschiedene Flügel" ausprobiert. "Aber wir haben immer nur Geschwindigkeit in den Kurven gegen Speed auf den Geraden getauscht, ohne die Gesamtperformance zu verbessern", erklärt Krack.

So habe man letztendlich einfach keine gute Pace und im Rennen zudem auch noch Probleme mit den Reifen gehabt. "Die Reifen haben sehr gelitten", verrät Krack und erklärt, Vettel und Teamkollege Lance Stroll seien im Rennen viel gerutscht.

Während Vettel dann nach gerade einmal zehn Runden mit einem ERS-Problem ausschied, stellte Stroll seinen Aston Martin nach 39 Umläufen ab - und das im Gegensatz zu Vettel ganz freiwillig. Denn der Kanadier war zu diesem Zeitpunkt bereits überrundet.

"Wenn man überrundet ist, dann hat man strategisch auch bei einem Safety-Car nicht mehr die Chance, irgendwas zu machen. Dann hängt man fest", betont Krack und erklärt, dass man stattdessen lieber den Antrieb schonen wollte.

Denn Stroll hat bereits die dritte und letzte erlaubte Powerunit im Auto, und auf den kommenden Strecken will Aston Martin keine Strafe riskieren. "Als es also nichts mehr zu holen gab, haben wir uns entschieden, das Auto abzustellen", so Krack.

Für Aston Martin, das in acht der neun vorherigen Rennen gepunktet hatte, war es der erste Doppelausfall des Jahres. Doch Krack betont, dass man bei den kommenden Rennen in Singapur und Japan wieder "konkurrenzfähiger" sein sollte.

Denn dort kommt es wieder deutlich mehr auf Abtrieb an, und Krack betont, dass Singapur als Strecke an Budapest und vor allem auch an Zandvoort erinnere, "wo wir auch im Qualifying performt haben", erinnert der Teamchef.

Zudem verrät er: "In Singapur werden wir weitere Updates haben." Für die kommenden Rennen sei er daher "sehr zuversichtlich". Sechs Rennen vor Saisonende liegt Aston Martin weiterhin auf dem neunten und vorletzten WM-Platz.

Allerdings sind AlphaTauri und Haas mit lediglich acht respektive neun Zählern Vorsprung noch in Reichweite. Will man in der WM jedoch noch nach vorne kommen, darf man sich eigentlich keine weiteren Nullnummern wie in Monza mehr leisten.