Nico Rosberg hatte sich seinen Rücktritt ein wenig anders vorgestellt. - Bildquelle: Motorsport ImagesNico Rosberg hatte sich seinen Rücktritt ein wenig anders vorgestellt. © Motorsport Images

München - Nico Rosberg hatte eigentlich nicht vor, am Tag der Weltmeister-Siegerehrung 2016 in Wien zurückzutreten. Das hat der heutige Umweltschützer und Start-up-Investor in einem Interview verraten, das in voller Länge am 21. Mai (dem trainingsfreien Freitag in Monaco) auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de veröffentlicht wird.

Ein Vorabclip mit knapp vier Minuten länge aus dem insgesamt einstündigen Interview ist jetzt schon als Video auf dem Kanal und im Videoplayer von Formel1.de, Motorsport-Total.com und Motorsport.com Deutschland verfügbar. Darin gibt Rosberg zu, dass die Bekanntgabe seines Rücktritts von seiner Seite nicht für den 2. Dezember 2016 geplant war.

Rosberg hätte lieber noch einen Monat gewartet

"Ich hätte sehr gerne noch einen Monat den Weltmeistertitel gefeiert und dann irgendwann gesagt: 'Ich höre auf!'", verrät der Deutsche und präzisiert: "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich es im Januar gemacht. Nochmal einen Monat durchgefeiert als Weltmeister, und dann Weihnachten und so, und dann irgendwann im Januar sagen: 'Ich höre auf.'"

Zuvor hatte ihn Chefredakteur Christian Nimmervoll in dem Interview gefragt, ob er nach dem triumphalen WM-Gewinn in Abu Dhabi nicht das Bedürfnis hatte, die Entscheidung gründlicher zu überdenken und ein paar Mal mehr drüber zu schlafen. Immerhin hatte Rosberg gerade erst einen lukrativen Mercedes-Vertrag für 2017 und 2018 unterschrieben.

Aber dass er als Weltmeister zurücktreten würde, hatte er sich grundsätzlich schon vor Abu Dhabi überlegt, und so wollte er sein Team schnellstmöglich verbindlich informieren: "Ich habe das nur gemacht für Toto und für das Team, ganz einfach", erklärt Rosberg. Für ihn persönlich sei es "nicht gut" gewesen, den Rücktritt bereits in Wien zu verlautbaren.

Sein Arbeitgeber Mercedes musste sich durch den völlig überraschenden Rücktritt "natürlich neu positionieren" und "einen neuen Fahrer suchen". Das sei "der einzige Grund" gewesen, warum Rosberg schon im Rahmen der Weltmeister-Pressekonferenz am Nachmittag des 2. Dezember 2016 in Wien öffentlich das Ende seiner Fahrerkarriere erklärt hat.

Lob für Zusammenarbeit mit Hamilton

Teamchef Toto Wolff und das Mercedes-Management waren natürlich schon vor der Pressekonferenz informiert. Die Theorie, dass Wolff gar nicht so unglücklich über Rosbergs Rücktritt war, nachdem das Verhältnis zwischen Rosberg und Lewis Hamilton in den Jahren zuvor einige Male eskaliert war, sei aber "nie und nimmer" wahr.

Mercedes habe mit Rosberg/Hamilton "die beste Fahrerkombination" im gesamten Feld gehabt, und die beiden haben sich bei aller Rivalität stets zu neuen Höchstleistungen gepusht. Ganz im Gegenteil habe Mercedes versucht, ihn zum Bleiben zu überreden, sagt Rosberg - "gerade der Niki. Klar, es wäre ja einfacher gewesen, wenn ich weiterfahre."

Das ganze Interview mit Nico Rosberg über seinen Rücktritt am 2. Dezember 2016 in Wien und seine Karriere in der Formel 1, aber auch sein neues Leben als Teameigentümer in der Extreme E und "Green Investor" wird am 21. Mai auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de veröffentlicht.

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