Das Auto von Romain Grosjean ging nach dem Einschlag sofort in Flammen auf. - Bildquelle: ImagoDas Auto von Romain Grosjean ging nach dem Einschlag sofort in Flammen auf. © Imago

München - Kaum ein Moment hat die Formel-1-Fans in den vergangenen Jahren so entsetzt wie der Unfall von Romain Grosjean. Beim Großen Preis von Bahrain 2020 krachte der Franzose nach einer Kollision mit dem AlphaTauri von Daniil Kwjat mit einer Geschwindigkeit von rund 220 km/h in die Leitplanke.

Der Bolide wurde in zwei Teile zerfetzt und ging sofort in Flammen auf. Dass sich Grosjean nach 26 Sekunden noch selbstständig aus dem brennenden Wrack retten konnte, grenzte an ein Wunder.

Grosjean holt erstes Podium bei IndyCar-Rennen

Mehr als ein halbes Jahr später geht es dem 35-Jährigen inzwischen wieder gut. Mit seinem Einstieg in die IndyCar-Serie hat er im Motorsport wieder Fuß gefasst. Am vergangenen Wochenende gelang ihm auf dem Straßenkurs des Indianapolis Speedway erst die Pole Position, im Rennen durfte er sich als Zweiter dann über seine erste Podiumsplatzierung freuen.

Abseits des sportlichen Erfolgs ist Grosjean in seiner neuen Renn-Serie vor allem von der Offenheit der Fahrer begeistert. So beantworten diese ihm ganz uneigennützig Fragen – etwas, das in der Formel 1 nicht der Fall ist.

"Ich weiß nicht wieso, aber aus irgendeinen Grund war es im vergangenen Jahr abgesehen von Daniel [Ricciardo] und Lando [Norris] etwas komplizierter, eine Beziehung aufzubauen", erklärte er im Podcast "Beyond the Grid". "Hier war alles etwas offener."

Ohnehin zeigte sich Grosjean von seinen früheren Kollegen in der Königsklasse frustriert. Kontakt bestehe demnach zu kaum einem mehr. "Ich war auch etwas enttäuscht, dass sich kaum jemand dafür interessiert hat, wie ich mich nach dem Unfall in Bahrain erholt habe", so der Franzose.

Enttäuscht von Formel-1-Fahrern

"Aber okay: Wir haben alle unser Leben, und jeder war damit beschäftigt zu trainieren, den Nacken fitzuhalten und Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber es wäre schön gewesen, wenn ich ein paar mehr Nachrichten bekommen hätte", zeigte er sich traurig.

Doch auch wenn das Interesse der F1-Piloten an Grosjeans Gesundheitszustand eher gering zu sein scheint, der 35-Jährige hat in den vergangenen Monaten Stärke bewiesen. Auf Instagram postete der Rennfahrer nun ein Bild seiner verbrannten Hand, die den am Wochenende gewonnenen Pokal festhält.

"Es geht nur darum, niemals aufzugeben", schrieb er zu der beeindruckenden Aufnahme.

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