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München - Mick Schumacher stand in den vergangenen Wochen teils heftig in der Kritik. Der Grand Prix von Kanada war dann ein erster Befreiungsschlag: Hinter den Kulissen kehrte so etwas wie Ruhe ein, und prompt fuhr der Haas-Pilot im verregneten Qualifying auf den sechsten Platz. Im Rennen lag er an siebter Stelle, als seine Ferrari-Powerunit einging und der Traum von den ersten WM-Punkten platzte.

Ein Aufwärtssignal, finden viele Experten. Auch Günther Steiner ist "ermutigt von seiner Performance". Gleichzeitig hält der Haas-Teamchef fest: "Ob er jetzt die Kurve gekratzt hat, weiß ich nicht. Ich sage immer: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer."

Schumacher habe zuletzt aber "einen guten Schritt" gemacht, "und hoffentlich kann er hier so weitermachen", sagt Steiner vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone .

"Ich denke, das Qualifying hat ihm Selbstvertrauen gegeben. Und viel steckt im Auto. Kanada ist keine leichte Strecke. Er war davor noch nie dort, hat es aber gut umgesetzt. Ich hoffe, dass hier der nächste Schritt gelingt und wir daraus einen Trend machen können. Er will es und wir wollen es, dass er das Beste aus sich herausholt."

Warum Silverstone eine Chance sein könnte

Schumacher selbst hat Kanada inzwischen verarbeitet, räumt aber ein: "Am Sonntag hat es so ausgesehen, als könnte es unser Tag werden. Wir konnten mit den meisten Gegnern mithalten, waren von der Pace her gut dabei. Hoffentlich sind wir dieses Wochenende dazu in der Lage, unseren ersten Punkt zu holen, wenn wir keine Probleme haben."

Silverstone kennt der 23-Jährige auch aus den Nachwuchsformeln gut. 2018 hat er dort in der Formel 3 gewonnen, 2020 wurde er in der Formel 2 Zweiter. "Ich denke, es sollte besser laufen", meint Schumacher. "Mit einem Medium-Downforce-Set-up sollten wir ziemlich gut sein. Ich glaube, dass uns das entgegenkommen könnte."

Wichtig ist allerdings, dass die Technik hält. Die MGU-K, die in Kanada den Geist aufgegeben hat, ist irreparabel. "Wir haben nicht mehr viele übrig", befürchtet Steiner im weiteren Saisonverlauf Strafen. Bei Turbo, Batterie und Steuerelektronik hat Schumacher seinen Pool schon ausgeschöpft. Der nächste Motorschaden bedeutet also sehr wahrscheinlich eine Gridstrafe.

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