Mercedes will seine Fahrer weiter frei gegeneinander fahren lassen - Bildquelle: Motorsport ImagesMercedes will seine Fahrer weiter frei gegeneinander fahren lassen © Motorsport Images

Im teaminternen Vergleich sprechen die Zahlen bei Mercedes derzeit eine deutliche Sprache: Während George Russell jedes der bisher sieben gefahrenen Formel-1-Rennen in den Top 5 beendete, gelang Teamkollege Lewis Hamilton das nur dreimal. In der WM-Tabelle trennen die beiden bereits 28 Punkte.

Über eine Stallorder denkt Mercedes zu diesem Zeitpunkt in der Saison aber noch nicht nach, wie Toto Wolff gegenüber dem 'Daily Telegraph' betont: "Nein. 100 Prozent nein."

Selbst wenn sich der Aufschwung, der sich für Mercedes in Barcelona zuletzt angedeutet hat, fortsetzen sollte und sie in den Kampf um die Weltmeisterschaft eingreifen können, will Wolff so lange wie möglich auf eine Stallorder verzichten.

"Hundertprozentig werden wir ihnen erlauben, frei zu fahren", betont der Mercedes-Teamchef. "Solange ein Fahrer nicht mathematisch aus dem Rennen ist, werden wir keine solche Entscheidung treffen." Das wäre auch nicht anders, wenn Hamilton vorne liegen würde: "Das macht keinen Unterschied", so Wolff.

Aber was passiert, wenn der führende Mercedes-Fahrer dadurch Boden auf Ferrari und Red Bull verliert? "Ich denke, dass dann die Konstrukteursmeisterschaft im Vordergrund steht." Dort liegt Mercedes derzeit auf Rang drei, 49 Punkte hinter Ferrari und 75 Punkte hinter Red Bull, die die Tabelle anführen.

Bei Red Bull kam es in dieser Saison bereits zu einer Stallorder: In Barcelona wurde Sergio Perez aufgefordert, Teamkollege Max Verstappen Platz zu machen. Dieser sei aufgrund einer anderen Strategie schneller, so die Begründung seitens des Teams.

Perez gehorchte, forderte aber ein klärendes Gespräch. In Monaco scheinen die Wogen wieder geglättet. "Sie haben klar gemacht, dass ich die volle Unterstützung des Teams habe, mich gewinnen zu sehen" - auch gegen Verstappen, betont Perez.