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München - Genau 30 Jahre ist es her, dass Michael Schumacher in der Formel 1 debütierte. Nun tritt mit Sohnemann Mick der nächste Schumacher in der Königsklasse an.

Ab der kommenden Saison wird der 21-Jährige für das US-Team Haas an den Start gehen. Und auch wenn der Youngster seinen eigenen Weg gehen will, gibt es trotzdem viele Parallelen und einiges aus der Erfahrung seines Vaters, das sich der Formel-2-Champion zunutze machen möchte.

"Ich denke, für mich ist der größte Faktor, den ich schon seit langem habe, dass man eine sehr starke Bindung zum Team haben möchte. Und das ist wirklich das, was ich auch anstrebe und lebe, und ich bin wirklich glücklich darüber", erklärte der Deutsche.

Mentale Stärke als Schlüssel

Bereits seinem Vater war es gelungen, schnell eine gute Beziehung zu seiner Crew aufzubauen - eine Säule für seine starke mentale Verfassung.

"Mental so stark zu sein, wie wir es in jeder Situation nur sein können, ist etwas, das ich als sehr wichtig erachte", so Schumacher weiter.

Doch das ist nicht die einzige Parallele zu Papa Michael. Auch die Saisonvorbereitung absolviert der 21-Jährige ähnlich akribisch. So dauerte alleine seine Sitzanpassung einen ganzen Tag. "Wir haben um 8 Uhr angefangen und waren um 22:30 Uhr fertig, um wirklich die perfekte Position zu finden und alles so hinzukriegen, dass es für mich okay ist."

Einfach sei dies nämlich ganz und gar nicht, vor allem weil die Autos enorm eng sind. "Aber ich bin mir sehr sicher, dass der Sitz am Ende dann gut war. Das muss ich dann auf der Rennstrecke noch ausprobieren. Ich kann noch nicht sagen, ob er wirklich so gut ist, wie er sich anfühlt, oder ob noch Sachen modifiziert werden müssen."

Testfahrten in Bahrain mit Spannung erwartet

Dies wird sich erst vom 12. bis zum 14. März herausstellen, bei den Wintertestfahrten in Bahrain. "Ich habe meine Gedanken gut sortiert, wenn ich das so sagen kann. Ich freue mich auf den Test", so der Rookie.

"Ich muss mit dem Team zusammenarbeiten und versuchen, die ganzen Checklisten durchzugehen, damit wir beim ersten Rennen so gut vorbereitet sind wie möglich. Wenn ich dann im Rennen bin, werden die Emotionen kommen. Darauf freue ich mich. Aber im Moment bin ich noch sehr mit dem Test und meiner Vorbereitung beschäftigt."

Körperliche Fitness für Schumacher wichtig

Ein Teil der Vorbereitung ist auch die körperliche Fitness. Genau wie Papa Michael, der als Fitnessfreak bekannt war, arbeitet Mick hart an sich. Sechs Tage pro Woche trainiert er streng nach Plan.

"Eine halbe Stunde Nackentraining als Cooldown. Vorher Radfahren, und danach gleich ins Gym, wo man verschiedene Muskelgruppen trainiert. Das variiert dann natürlich von Tag zu Tag", verrät der Haas-Pilot.

Doch trotz aller Akribie und Vorbereitung ist klar, dass mit seinem Team keine allzu großen Erfolge möglich sein werden. Das steht für Schumacher aber auch nicht im Vordergrund.

"Ich werde versuchen, mich in jedem Aspekt zu verbessern. Das ist wirklich das, was ich tun will. Und dafür werde ich mir den Arsch abarbeiten, wenn ich das so sagen darf. Ich werde alles geben, was ich habe."

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