Max Kruse und der Kruse-Renner. - Bildquelle: imago images/Seskim PhotoMax Kruse und der Kruse-Renner. © imago images/Seskim Photo

München – Am Anfang war es wie so oft: Auch bei Max Kruse legte der Papa den Grundstein. Im Auto. Mit 250 km/h auf der Bahn.

Vom Vater hat Kruse das Faible für die etwas höheren Geschwindigkeiten. Die Liebe für schnelle Autos. Und so unendlich weit ist der Weg zum Rennfahrer dann auch nicht mehr. Weshalb er vor ein paar Jahren Nägel mit Köpfen machte, als sich die Chance bot. 

Kurios: Der frühere Bundesliga-Spieler und heutige Profi von Fenerbahce Istanbul absolvierte 2015 mit seinem heutigen Fahrer und Geschäftspartner Benjamin Leuchter ein Fahrsicherheitstraining, Kruse wollte seine Fahrkünste verbessern in dem Auto, das er sich damals neu zugelegt hatte. 

770 PS und 350 km/h schnell

Von wegen "Krusen": Ein flottes war es natürlich, ein Lamborghini Aventador. Leistungsstark. 770 PS. Mehr als 350 km/h schnell.

"Ich wollte mein neues Auto kennenlernen, wie man in Gefahrensituationen damit umzugehen hat", erinnert sich Kruse im Instagram-Interview mit ran-Kommentator Eddie Mielke. Beide verbrachten einen Tag auf der Teststrecke, mit Parcours-Fahren, aber auch auf der Rennstrecke. Kruse zeigte sein Talent.

"Ihn hat begeistert, dass ich, obwohl ich keine Erfahrung in Rennautos oder auf der Rennstrecke hatte, kontinuierlich die gleichen Rundenzeiten gefahren bin. So ist die Idee entstanden, dass wir etwas zusammen im Rennsport machen. Ich war schon immer ein Fan und wollte schon immer gerne Rennen fahren", so der 31-Jährige.

Nun stampft man ein Rennteam nicht mal eben so aus dem Boden, doch seit 2018 ist Kruses Traum Wirklichkeit. "Es hat eine Zeit lang gedauert, bis wir alles zusammen hatten, es ist natürlich auch nicht alles perfekt", so Kruse. 

Doch jetzt geht der frühere Nationalspieler mit seinem Team "Max Kruse Racing" immerhin in seine dritte Saison. 2020 wird das Team um Mitbesitzer Leuchter, Jasmin Preisig und Andy Gülden mit einem VW Golf TCR in der Nürburgring Langstrecken Serie NLS antreten.

Sobald es das Coronavirus zulässt, denn im Moment dreht sich in der gesamten Motorsport-Welt kein Rad.

Ehrgeizige Ziele

Doch der Chef ist ehrgeizig. "Das Ziel ist der Klassensieg. Wir haben zwei sehr erfahrene Leute und versuchen, Jasmin die Chance zu geben, sich zu beweisen. Wir haben uns im dritten Jahr vorgenommen, das Ding zu gewinnen", sagte Poker-Fan Kruse, der selbst auch gerne wieder hinter dem Lenkrad sitzen möchte. Denn wenn er Zeit hat, kann er bei seinem Team testen. Und so auch seine Erfahrungen sammeln.  

Die erste Lizenz hat er schon gemacht, hat dafür einige Bördesprintrennen absolviert. "Wir arbeiten uns Schritt für Schritt nach vorne", so Kruse. 

Und nach der aktiven Fußballer-Karriere? Poker? Oder PS?

"Im Optimalfall beides", lacht Kruse: "Ich würde es aber erstmal mit dem Rennen fahren versuchen."

Papa wird es freuen.

Du willst die wichtigsten Motorsport-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android

News-Ticker

Video-Tipps

NFL-Ergebnisse

Aktuelle Galerien