Das Pappschild der 30 Jahre alten Französin brachte viele Fahrer zu Fall. - Bildquelle: twitter.com/bruck_68Das Pappschild der 30 Jahre alten Französin brachte viele Fahrer zu Fall. © twitter.com/bruck_68

Brest - Die Zuschauerin, die bei der diesjährigen Tour de France einen Massensturz ausgelöst hat, muss wohl nicht ins Gefängnis. Die französische Staatsanwaltschaft beantragte bei dem öffentlichen Verfahren am Donnerstag eine viermonatige Bewährungsstrafe wegen Gefährdung des Lebens und unbeabsichtigter Körperverletzung für die 31 Jahre alte Französin.

Laut Staatsanwältin habe die Frau "die Gefährlichkeit ihres Verhaltens erkannt" und ihr Bedauern ausgedrückt. Die Urteilsverkündung wurde auf den 9. Dezember vertagt.

Im Vorfeld hatte die internationale Radfahrervereinigung Cyclistes Professionnels Associes (CPA) eine symbolische Entschädigung ihrer Zunft in Höhe von einem Euro und mehr Respekt gefordert. Mehrere Fahrer, darunter der deutsche Profi Tony Martin, hatten im Juli bei hoher Geschwindigkeit der Frau und ihrem "Allez Opi Omi"-Schild nicht mehr ausweichen können.

"Sie wollte eine liebevolle Botschaft an ihre Großeltern senden, die bedingungslose und eifrige Zuschauer der Tour de France sind", sagte der in Brest zuständige Staatsanwalt Camille Miansoni auf einer Pressekonferenz im Juli über die Motivation der Zuschauerin. Da die Großmutter der Frau in Deutschland geboren ist, hielt die Französin das Schild mit den deutschen Worten "Opi" und "Omi" in der Hand.

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