Kritik an FIS-Präsident Johan Eliasch - Bildquelle: AFP/SID/JOE KLAMARKritik an FIS-Präsident Johan Eliasch © AFP/SID/JOE KLAMAR

Köln (SID) - Der Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Wolfgang Maier, hat die Kalender-Reformen unter dem neuen FIS-Präsidenten Johan Eliasch kritisiert. "Niemand wollte, dass die Saison so früh im Oktober startet. Wir wollten ganz andere Themen sehen", sagte Maier dem TV-Sender Sport1. Anstatt einer höheren Anzahl der Wettkämpfe habe der Verband "eine höhere Qualität der Events" sehen wollen.

"Man hatte sich damals von seiner Wahl deutlich mehr versprochen ? vor allem neue Impulse bezüglich der Weiterentwicklung des Weltcups", erklärt Maier. Wie der schwedisch-britische Geschäftsmann Eliasch, der seit Juni 2021 im Amt ist, Wintersport betrachte, gehe aktuell "in die völlig falsche Richtung". Man müsse akzeptieren, dass Wintersport von November bis Mitte März stattfindet. Dort gebe es eine "Diskrepanz in der Betrachtungsweise".

Mit der kritischen Haltung steht der DSV laut Maier nicht alleine da: "Auch Österreich, Kroatien und die Schweiz sowie teilweise die Italiener und Skandinavier sehen die Thematik anders als der augenblickliche Präsident."

Zuletzt gab es immer wieder Kritik am vorgezogenen Start der alpinen Ski-Saison. Es kam bereits zu mehreren Absagen, u.a. das Rennen der Frauen in Sölden, die Abfahrten am Matterhorn sowie die Parallel-Konkurrenzen in Lech/Zürs (Österreich) waren aufgrund der Wetterverhältnisse abgesagt worden. Bislang wurde lediglich der Weltcup der Männer in Sölden ausgetragen, die Frauen starten am Wochenende im finnischen Levi in die Saison.

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