NFL: 10 Gründe, die Seattle Seahawks zu lieben
10 Gründe, die Seahawks zu lieben
Die Seattle Seahawks polarisieren: Entweder man liebt sie, oder man hasst sie. ran nennt zehn Gründe, warum der Super-Bowl-Sieger von 2014 und diesjährige Finalist ein Team zum Verlieben ist.
Fans haben ihre eigene Rückennummer
The 12th Man: Lauter als in Seattles Lumen Field geht es kaum: Mit 137,6 Dezibel sind die Fans der Seahawks die drittlautesten der Welt - nur Besiktas Istanbul und die Kansas City Chiefs sind lauter. Da sieht selbst die Dortmunder Südtribüne alt aus. Zu Ehren des "12th Man" auf den Rängen ist das Trikot mit der Rückennummer 12 für die Fans reserviert und hängt gemeinsam mit anderen Franchise-Ikonen unter dem Stadiondach.
Seahawks haben großes Territorium für sich
Der Nordwesten ist Seahawks-Land: Während sich vor allem im Nordosten der USA die NFL-Teams auf relativ kleinem Raum die Klinke in die Hand geben, ist der Nordwesten des Landes Seahawks-Territorium. Knapp 1300 Kilometer liegen zwischen Seattle und der nächsten NFL-Stadt San Francisco. Während sich gleich drei Teams um die Herzen der Fans in Kalifornien streiten, stehen die Seahawks nicht nur für Seattle, sondern eine riesige Region.
Sam Darnolds Comeback
Daran hatten die wenigsten geglaubt: Sam Darnold entwickelte sich bei den Seahawks zu einem absoluten Top-Quarterback und schreibt damit aktuell eine der größten Comeback-Stories der NFL. Bei den New York Jets galt er einst als großer Draft Bust, bei den Carolina Panthers und San Francisco 49ers lief es ebenfalls nicht. Bei den Minnesota Vikings wurde er dann 2024 als Verletzungs-Notlösung geholt - und erzielte 35 Touchdowns. Seattle schlug zu, gab Darnold einen 100-Millionen-Dollar-Vertrag. Jetzt ist er das Gesicht des Seahawks-Neuanfangs unter dem jungen Coach Mike Macdonald. Und dieser könnte im Super-Bowl-Gewinn enden!
Erster einhändiger NFL-Profi
Beim Draft 2018 machten die Seahawks die Herzschmerz-Geschichte um Shaquem Griffin (re.) rund. Der Linebacker schaffte es als erster Mensch mit nur einer Hand in ein NFL-Roster. In der fünften Runde wählte ihn das Team aus. Was die Geschichte noch ein bisschen besonderer macht: Ein Jahr zuvor war sein Zwillingsbruder Shaquill Griffin ebenfalls von den "Hawks" gepickt worden. Shaquem Griffin hatte sich seine linke Hand im Alter von vier Jahren amputieren lassen, weil diese ihm aufgrund einer Missbildung zu große Schmerzen bereitet hatte.
Seahawks-Super-Bowl in Deutschland?
Seattle pflegt die Beziehung zu seinen Fans weltweit - auch nach Deutschland. Die "German Sea Hawkers" sind eine der größten Fan-Gruppen weltweit und fester Bestandteile der Seahawks-Familie. Das Team kann sich zudem mehr Spiele in Deutschland vorstellen - und sogar einen Super Bowl. Das ließ zumindest David Young, COO der Seahawks, kürzlich verlauten.
Legendärer Lynch-Moment in den Playoffs
Die Seahawks haben uns einen der legendärsten Momente der NFL-Geschichte beschert. Genauer gesagt Marshawn Lynch, also "Beast Mode". Der Running Back durchbrach auf dem - ohne Umwege gemessen - 67 Yards langen Run zu seinem Touchdown im Wildcard Game gegen die New Orleans Saints am 8. Januar 2011 (41:36) neun (!) Tackles und packte nebenbei noch einen Stiff Arm gegen Tracy Porter aus. Die Saints-Defense war in diesen 15 Sekunden schier machtlos gegen die Urgewalt - der "Beast Quake" war geboren. Das Play verdiente sich diesen Spitznamen, weil die "Hawks"-Fans während und nach dem Run so laut feierten, dass deren Lautstärke von einem Seismographen aufgezeichnet wurde. Unvergesslich!
Mama Blue - der kultigste NFL-Fan
Mama Blue, wie Patti Hammond genannt wird, war lange fester Bestandteil der NFL. Über Jahrzehnte war sie mit blauer Perücke, Federboa und Glitzerbrille bei jedem Spiel der Seahawks im Stadion. Das brachte ihr so große Berühmtheit ein, dass sie 1999 in die Hall of Fame aufgenommen wurde, eine eigene Lego-Figur bekam und schon in einem Werbespot mit Russell Wilson zu sehen war. Auch nach ihrem Tod 2023 ist sie der wohl bekannteste Fan der NFL-Geschichte - und bis heute hält ihre Familie für sie einen Platz im Stadion frei.
Legion of Boom
Eine Defense, die so gut ist, dass sie einen eigenen Namen verliehen bekommt? Das gab es bei den Seattle Seahawks mit der "Legion of Boom". Zwischen 2012 und 2018 wurde zunächst die Secondary der Seahawks von Fans so genannt, nachdem Strong Safety Kam Chancellor in einer Radioshow erklärte, dass die Tacklings seiner Defense für einen großen "Boom" sorgen würden. Gemeinsam mit unter anderem Earl Thomas, Richard Sherman und Brandon Brower sorgte die "Legion of Doom" für zahlreiche Defensiv-Bestmarken. Die Krönung kam mit dem Gewinn des 48. Super Bowls, in der die Seahawks gegen die Denver Broncos nur acht Punkte zuließen.
Promis fliegen auf die Seahawks
Die Musikwelt liebt die Seahawks: Ob Seattles Grunge-Ikonen Mike McCready (Pearl Jam) und Jerry Cantrell (Alice in Chains) oder die Hip-Hop-Größen Snoop Dogg, Drake, Macklemore und Sir Mix a Lot - die Seahawks haben prominente Fans aus der Musikszene auf ihrer Seite. Aber auch Schauspieler Patrick Stewart (Star Trek/X Men) ließ sich schon mit einem Hawks-Trikot ablichten. Auch Fußball-Legende Claudio Pizarro ist glühender Hawks-Fan.
Charity
Die Seattle Seahawks sind weit mehr als ein Football-Team. Sie setzten sich auch für wohltätige Zwecke ein. So betreibt die Franchise eine Wohltätigkeitsstiftung, die Jugend- und Gangkriminalität in Seattle verhindern möchte. In diesem Zusammenhang besonders engagierte Lehrer werden zudem unterstützt. Wir finden: Super!