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NFL: Brian Daboll neuer Head Coach bei den New York Giants: Neustart für Daniel Jones?

  • Aktualisiert: 30.01.2022
  • 12:52 Uhr
  • ran.de/Tim Rausch
Article Image Media
© Getty Images
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Die New York Giants stellen Brian Daboll als neuen Head Coach vor. Der 46-Jährige dirigierte zuvor die Offensive der Buffalo Bills und formte Josh Allen zu einem Superstar. Mit Daniel Jones wartet nun das nächste Projekt.

München - Als wäre die Bewerbungsmappe von Brian Daboll nicht schon voller Empfehlungsschreiben, erreichte das Offensiv-Orchester der Buffalo Bills unter der Leitung des 46-Jährigen in den Playoffs den Höhepunkt des Stücks. 

Daboll zog alle Register, Takt auf Takt auf Takt, zu schnell für die Patriots-Defense. Auch gegen die Chiefs spielte sich die Offense schnell in einen Rhythmus. Erneut getragen von Quarterback Josh Allen ging sie in der Overtime mit Pauken und Trompeten unter. 

Daboll, der Dirigent, er hatte ein letztes Feuerwerk entfachen lassen. Ein Offensiv-Feuerwerk, das die New York Giants sich in der kommenden Saison ebenfalls wünschen.

Die traditionsreiche Franchise stellte Daboll als neuen Head Coach vor und erhofft sich, bald wieder auf der großen Bühne mitzuspielen. In der Besetzung dürfte Quarterback Daniel Jones eine wichtige Rolle spielen, den unter Daboll ein Neustart erwartet. 

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Holpriger Karrierestart

"Ich denke, dass Daniel Jones bisher keine guten Möglichkeiten hatte, Erfolg zu haben. Daboll wird bereits sein dritter Head Coach sein, die Offensive Line hatte mit Verletzungen zu kämpfen und Offensive Coordinatoren wurden oft ausgetauscht. Ich denke, dass eine gute Offensive Line der Schlüssel sein wird, um zu sehen, was Daniel Jones leisten kann", sagte der neue General Manager Joe Schoen in einem Interview mit dem Radio-Sender "WFAN". 

Der 24-Jährige sammelte bisher knapp 8.400 Passing Yards, 45 Touchdowns und 29 Interceptions. Über den Boden fügte Jones er weitere 1.000 Yards und fünf Touchdowns hinzu. Allerdings unterliefen ihm auch 36 Fumbles. 

Verletzungen überschatteten die insgesamt durchschnittlichen Leistungen von Jones in der noch laufenden Saison und die Giants irrten gegen Saisonende irgendwo im Nirgendwo in der NFC East umher. Jones konnte sich bisher nicht als Langzeit-Lösung etablieren, doch es wäre nicht das erste Mal, dass Daboll das volle Potenzial eines Quarterbacks herauskitzelt. 

Josh Allen als Vorbild? 

Denn der steile Aufstieg von Allen ist gut dokumentiert. Daboll entfernte bei dem Quarterback mit dem Kanonenarm die Streuung, half ihm, Defensiven besser zu lesen und baute als Play Caller auf die Stärken seines Schützlings. 

"Ich liebe ihn. Er ist einer der besten Coaches der Liga. Ich hoffe, dass er keinen Job als Head Coach bekommt, weil ich ihn nicht verlieren möchte", lobte Allen vor einiger Zeit auf einer Pressekonferenz. 

Die Entwicklung des ehemaligen Erstrunden-Picks könnte als Vorbild für Jones dienen. 

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Ungeschliffener Rohdiamant? 

Denn auch Jones zeigte in seinen ersten drei Spielzeiten immer wieder gute Anlagen. Der 24-Jährige verfügt über eine gute Wurfstärke und kann das Feld vertikal strecken. Bei Pässen, die über 20 Yards durch die Luft flogen, verbuchte er in seiner Karriere 19 Touchdowns und lediglich sechs Interceptions. 

Auch als Läufer kann Jones durchaus eine Gefahr darstellen. In seiner Karriere kommt er auf einen Schnitt von 5,9 Yards. Er kann dabei sowohl durch Scrambles Raumgewinn erzielen, als auch als designierter Läufer in bestimmten Laufspielkonzepten (Read-Options, QB-Keeper etc.). 

Jones verfügt also durchaus über die physischen Fähigkeiten, um ein guter Quarterback in der NFL zu sein. Allerdings müsste Daboll den Rohdiamanten an vielen Stellen schleifen. 

Die Schwächen

Denn Jones präsentierte sich in den vergangenen Jahren immer wieder verspielt. Zu häufig übersah er gegnerische Verteidiger, zu häufig warf er in geschlossene Fenster, zu häufig las er die gegnerische Defense nicht richtig. 

Die Highlight-Plays sind durchaus Saison für Saison gegeben, aber die Konstanz von Down zu Down nicht. 

Probleme, mit denen auch ein Josh Allen in seinen ersten beiden Jahren zu kämpfen hatte. Sein Geheimrezept damals: Geduld. "Ich habe einfach Geduld gebraucht in meiner Entwicklung. Gleichzeitig hat es auch enorm geholfen, dass ich jedes Jahr mit den gleichen Coaches arbeiten konnte", sagte Allen gegenüber "The Ringer". 

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Team muss Jones helfen

Daboll muss aber auch das Giants-Team um Jones herum in die Pflicht nehmen. Receiver wie Sterling Shepard oder Kenny Golladay erhielten vor einiger Zeit großzügige Verträge, Kadarius Toney kam vor der Saison als Erstrunden-Pick. Keiner konnte die Erwartungen bisher richtig erfüllen. 

31 Drops verzeichneten die Anspielstation der Giants in der Saison, zudem kreierten die Passempfänger nur unregelmäßig Seperation. 

Gleichzeitig ähnelte die Offensive Line einer Drehtür. Drei O-Liner ließen jeweils über 30 Pressures zu, dadurch waren die Giants mehr und mehr auf ein schnelles Kurzpassspiel angewiesen und konnten Jones' Stärke, den tiefen Pass, nicht oft genug ausspielen. 

Ist Jones die Antwort? 

Die Giants verfügen im NFL Draft über den fünften und siebten Pick - genügend Munition, um wichtige Bausteine für das Team zu holen. Aber auch genügend Munition, um sich einen neuen Quarterback zu angeln. 

Joe Schoen (New York Giants)

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Der Tenor aus New York scheint momentan zu sein, dass Jones noch ein Jahr als Starter erhält. Mit Daboll steht ihm nun ein Dirigent zur Seite, der für mehr Rhythmus in der Offensive und mehr Takt im Passspiel von Jones sorgen kann. 

Aber auch Jones selbst muss mehrere Schippen drauflegen, konstanter werden und seine Stärken zum Vorschein bringen. Ansonsten spielt er schnell nur noch die zweite Geige. 

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