Frühlings-Meeting der NFL
Owner's Meeting der NFL - Was wird eigentlich entschieden?
- Aktualisiert: 22.05.2018
- 16:52 Uhr
- Daniel Braun
Vom 21. bis 23. Mai treffen sich die Besitzer der NFL-Teams in Atlanta. Um welche Themen geht es dabei und was wird entschieden? ran.de klärt auf.
Atlanta/München - In Atlanta trifft sich die NFL zu ihrem jährlichen Frühlings-Meeting. Genauer gesagt: Die Besitzer treffen sich und diskutieren verschiedene Themen rund um die National Football League. Das können organisatorische sein, wie die Austragunsgorte von künftigen Drafts oder Super Bowls, aber auch Regeländerungen oder politische Themen, die Einfluss auf den Spielbetrieb der größten Sportliga der Welt haben. ran.de fasst zusammen, was 2018 eine Rolle spielt.
Kickoff wird wohl verändert
Mit das wichtigste Thema sind auch in diesem Jahr Regeländerungen. Der Kickoff soll verändert werden, um das Verletzungsrisiko bei den vielen Blocks und Helmet-to-Helmet-Aktionen zu verringern. Dafür sollen die Abstände zwischen den Blockern verkleinert und vor allem das Tempo der Spieler verringert werden.
Der Kicker dürfte nur noch einen Yard Anlauf nehmen statt wie bisher fünf und auch die Mitspieler des kickenden Teams dürften keinen Anlauf mehr nehmen, sondern erst loslaufen, wenn der Kick ausgeführt ist. Außerdem sollen Wedge Blocks verboten werden, also Blocks, bei denen mehrere Spieler eng zusammen als Blocker fungieren. In der folgenden Übersicht sind alle Neuerungen der Regel erklärt.
Es gilt als sicher, dass diese Regeländerung von mindestens 24 der 32 Teambesitzer angenommen wird und damit in der nächsten Saison so in der NFL angewendet wird. Ziemlich sicher wird auch eine Änderung des Videobeweises kommen. In Zukunft sollen Disqualifikationen im Spiel per Review wieder zurückgenommen werden können. Das geht bislang nicht, auch wenn die Fernsehbilder die Unschuld eines Spielers feststellen.
Panthers-Verkauf wird fix
Neben den Regeländerungen müssen die Besitzer dem Verkauf der Carolina Panthers noch zustimmen. Die Franchise ging vor einigen Tagen an den Multi-Milliardär David Tepper, der die Rekordsumme von 2,275 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt hatte. Die Zustimmung der anderen Besitzer (wieder sind 24 Stimmen nötig) gilt als sicher, wahrscheinlich stimmen sogar alle dem Verkauf zu.
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Super Bowl und Drafts
Die Entscheidungen über die Austragungsorte für die Super Bowls in den Jahren 2023 und 2024 werden ebenfalls getroffen. Anders als bisher können sich Städte nicht mehr bewerben, sondern die Ausrichtung wird von der NFL angeboten. Für 2023 ist das University of Phoenix Stadium in Glendale, Arizona vorgesehen für 2024 der Mercedes-Benz Superdome in New Orleans.
Bei den kommenden beiden Drafts ist das Rennen noch offener. Nashville, Denver, Cleveland/Canton, Kansas City und Las Vegas haben sich beworben. Für den kommenden Draft gilt Nashville als Favorit. Für 2020 könnte die Tradition eine große Rolle spielen. In Canton, Ohio wurde 100 Jahre zuvor im September 1920 die NFL gegründet und es ist der Heimatort der Pro Football Hall of Fame.
Hymnen-Protest und neue Wettregeln
Neben den eigentlichen Football-Themen steht auch der Hymnen-Protest mit all seinen Auswirkungen auf der Agenda. Zumindest sagten das einige Besitzer nach dem Meeting, das im März statt fand. Damals war sogar von einer Lösung die Rede.
Doch wie Don Banks von Patriots.com berichtet, ist diese Lösung in weiter Ferne. Es könnte also Diskusionen geben, vermutlich ändert sich aber wenig.
Anders könnte das beim Thema Sportwetten aussehen. Die sind seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofes der USA nicht mehr grundsätzlich verboten, sondern Sache der einzelnen Bundesstaaten. Das hat natürlich Auswirkungen auf die NFL. Welche genau und wie die Liga damit umgeht, das ist Teil des Meetings in Atlanta.