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Borussia Dortmund: Kaderplanung mit Hindernissen und neuen Chancen - welche Zugänge werden noch gehandelt?
- Veröffentlicht: 25.07.2025
- 21:47 Uhr
- Christoph Gailer
Knapp einen Monat vor Beginn der Bundesliga-Saison 2025/26 sind bei Borussia Dortmund noch einige Baustellen im Kader zu finden, zahlreiche Personalien offen. ran blickt auf die Kaderplanung der Dortmunder.
Von Christoph Gailer
Für Borussia Dortmund liegt nach der durchaus zufriedenstellenden FIFA Klub-WM in den USA nun der volle Fokus auf dem Start in der Bundesliga und im DFB-Pokal.
Knapp einen Monat vor dem Auftakt in die neue Pflichtspiel-Saison sind bei Borussia Dortmund allerdings noch einige Fragezeichen rund um den Kader von den Verantwortlichen zu beantworten.
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Allerdings ist auch schon einiges passiert im Vergleich zum BVB-Kader der Vorsaison, der durch einen starken Schlussspurt doch noch die Qualifikation für die Champions League geschafft hat.
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ran gibt einen Überblick über die bisherigen Kader-Aktivitäten, offenen Baustellen und möglichen Kandidaten als Zu- und Abgänge.
Bellingham als BVB-Königstransfer - Couto-Millionen werden fällig
Über dem bisherigen Transfersommer 2025 schwebt in Dortmund natürlich der Name Jobe Bellingham. Der Engländer, jüngerer Bruder von Ex-BVB-Star Jude, soll dauerhaft das Gesicht des BVB werden und im Signal-Iduna-Park ebenfalls den nächsten Schritt zu einer Weltkarriere machen.
Über 30 Millionen Euro Ablöse ließ sich die Borussia den Engländer kosten, der schon bei der Klub-WM sein Pflichtspiel-Debüt feierte, nachdem er kurz zuvor mit dem FC Sunderland die Premier-League-Rückkehr schaffte.
Neben der Investition in Bellingham wurde auch die Kaufpflicht bei Yan Couto im Sommer 2025 fällig, dafür musste Dortmund kolportierte 20 Millionen Euro an Manchester City berappen. Der Brasilianer hatte ein schweres erstes Jahr beim BVB, leistete sich einige Schnitzer und stand früh in der Kritik.
Er habe "nicht erwartet, dass der Wechsel nach Deutschland so anders sein würde", sagte Couto zuletzt brasilianischen Medien über seinen schwierigen Start beim BVB.
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Nicht so sehr ins Gewicht fallen hingegen die geschätzten 6,5 Millionen Euro für die Aktivierung der Kaufoption für Linksverteidiger Daniel Svensson. Der 23-jährige Schwede hat im Frühjahr 2025 schon gezeigt, dass er durchaus das Zeug hat, auf lange Sicht eine Verstärkung für die linke Schienenposition beim BVB zu werden.
Unter die bisherigen rund 58 Millionen Euro an Transferausgaben fällt zudem noch Keeper Patrick Drewes. Der 32-Jährige wechselte vom Revier-Nachbarn VfL Bochum als künftiger Backup von Gregor Kobel nach Dortmund, kostete wohl 250.000 Euro Ablöse.
Schlotterbeck-Ersatz beim BVB gesucht: Franzosen berichten über Lacroix-Interesse
Trotz der bislang getätigten Einkäufe ist eine Schlüsselposition weiterhin vakant. Nach dem langfristigen Ausfall von Abwehrchef Nico Schlotterbeck suchen die BVB-Bosse nach wie vor nach einem neuen Innenverteidiger. Wegen eines Meniskusrisses wird Schlotterbeck voraussichtlich noch bis mindestens Oktober 2025 fehlen.
Zuletzt brachte die französische "L'Equipe" als möglichen Schlotterbeck-Vertreter den Ex-Wolfsburger Maxence Lacroix von Crystal Palace ins Spiel. Der 25-Jährige spielte einst beim VfL unter dem aktuellen Dortmunder Coach Niko Kovac, hat noch einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2029.
BVB: Kehl erwirtschaftet hohe Einnahmen - noch weitere Verkaufskandidaten
Fürs Mittelfeld fahnden die Dortmunder wohl noch nach Verstärkungen, hierfür soll Manchester Citys Jamie McAtee ein Kandidat sein. Laut "Bild" besuchte der Engländer zuletzt sowohl den BVB als auch die ebenfalls interessierte Frankfurter Eintracht.
McAtee könnte ein Alternativ-Kandidat zu Carney Chukwuemeka sein. Den Mittelfeldmann vom FC Chelsea würde der BVB wohl gerne erneut ausleihen, allerdings haben die Londoner laut Transfer-Experte Fabrizio Romano nur Interesse an einem Verkauf des 21-Jährigen. Für Dortmund wäre ein solcher Deal dem Bericht nach kaum zu stemmen.
Ebenfalls gehandelt wird der Argentinier Facundo Buonanotte von Brighton & Hove Albion, ein 20 Jahre junges Mittelfeld-Talent.
Finanzielle Mittel für weitere Verstärkungen des Kaders sollten bei der Borussia vorhanden sein, zumal Sportdirektor Sebastian Kehl durch die Verkäufe von Jamie Gittens (für 65 Millionen Euro zu Chelsea), Soumaila Coulibaly (für 7,5 Millionen Euro nach Straßburg) und Youssoufa Moukoko (für fünf Millionen Euro nach Kopenhagen) bereits hohe Transfereinnahmen erwirtschaften konnte.
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Außerdem dürften im Sommer noch weitere Dortmunder vor dem Abgang stehen. US-Nationalspieler Giovanni Reyna soll in die Serie A zu Parma wechseln, Sechser Salih Özcan gilt ein Jahr vor Vertragsende ebenfalls als potenzieller Verkaufskandidat.
Zumindest eine Leihe kommt bei Torhüter Diant Ramaj in Frage. Der 23-Jährige soll laut "Sky" Interesse seines Ex-Klubs 1. FC Heidenheim geweckt haben. Anders als beim BVB, wo Kobel gesetzt ist, könnte Ramaj auf der Ostalb regelmäßig Bundesliga-Luft schnuppern. Zuletzt war der Deutsch-Kosovare an den FC Kopenhagen verliehen, wurde mit dem Hauptstadt-Klub dänischer Meister.
Nach Absage von Nwaneri: Überraschende Wende bei Haller?
Während Ramaj möglicherweise bald - zumindest vorübergehend - wieder weg ist, ist Stürmer Sebastien Haller zurück in Dortmund. Wie geht es nun mit dem ivorischen Angreifer nach eher unglücklichen Leihen zu Leganes und Utrecht weiter?
Laut "Bild" könnte Kovac nun doch mit dem bislang enttäuschenden Haller planen und zwar als Backup für Serhou Guirassy. Sollte sich ein Jahr vor Vertragsende für Haller kein Abnehmer finden, gilt diese Variante als wahrscheinlich.
Zumal sich Dortmund zuletzt wohl im Werben um ein Stürmer-Juwel eine Absage eingehandelt haben soll. Arsenals Ethan Nwaneri entschied sich laut "WAZ" gegen einen Wechsel von London in den Pott. Stattdessen steht der 18-Jährige laut "Guardian" vor einer Vertragsverlängerung bis zum Sommer 2030 bei den "Gunners".
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Als möglicher Stürmer für die mittelfristige Zukunft scheint Dortmund laut "L'Equipe" den erst 18-jährigen Senegalesen Idrissa Gueye vom FC Metz im Blick zu haben. Dem Bericht nach sollen die Franzosen, die zuletzt die Rückkehr in die Ligue 1 schafften, ab einer Ablösesumme von 15 Millionen Euro bereit für einen Verkauf sein.
Englische Klubs wie Manchester United, der FC Southampton, West Ham United und die Wolverhampton Wanderers sollen den jungen Angreifer ebenfalls als möglichen Neuzugang ins Auge fassen.