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Bundesliga

FC Bayern München: FCB-Fans sollten Borussia Dortmund die Daumen drücken – ein Kommentar

  • Aktualisiert: 19.05.2023
  • 14:38 Uhr
  • ran.de
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© IMAGO/Sven Simon
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Der Titelkampf in der Bundesliga ist so spannend wie seit einer halben Ewigkeit nicht. Trotzdem sollten die Bayern-Fans hoffen, dass der BVB Meister wird. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Mit Veränderungen ist das so eine Sache. Ein Umbruch ist immer unangenehm.

Er ist reizvoll, ja, denn man kann sich austoben, Veränderungen vorantreiben, Ideen umsetzen. Deshalb ist ein Neuanfang an vielen Stellen auch immer schmerzhaft. Herausfordernd, weil man dabei auch konsequent sein muss. Er ist aber auch gefährlich, denn das Potenzial für Fehler ist riesig. Funktioniert der Neustart, kann der Schub allerdings enorm sein. 

Trotzdem scheuen Vereine gerne mal vor zu vielen drastischen Schritten auf einmal zurück. Es sei denn, die Notwendigkeit ist erdrückend, der Druck dementsprechend groß und man kommt nicht mehr daran vorbei, eine Mannschaft, vielleicht sogar den Klub auf links zu drehen. Mit der Größe der Krise steigt in der Regel auch die Bereitschaft für Veränderungen.

So kann der FC Bayern München schon am Wochenende (33. Spieltag) Meister werden.

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Der BVB muss den Titel holen

Einen radikalen Schnitt muss auch der FC Bayern München im Sommer vornehmen. Und genau deshalb sollten auch die Bayern-Fans Borussia Dortmund auf der Zielgeraden der Saison die Daumen drücken. 

Damit der BVB den Titel holt.

Dann stehen die Bayern komplett mit leeren Händen da, stehen vor den Trümmern einer historisch schlechten Spielzeit, mit unzähligen Fragezeichen und Aufgaben vor der Brust. 

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Sportlich am Boden. Und mit dem Rücken zu Wand.

Doch daraus haben die Bayern schon oft eine besondere Stärke gezogen. Eine "Jetzt erst recht"-Mentalität ausgepackt, das so oft zitierte "Mia san Mia" neu belebt. 

Wie 2013 zum Beispiel. 

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Trauma als Motivation

Da gewann der FC Bayern das historische Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Entscheidende Vorlage dafür war die bis dato letzte titellose Saison 2011/2012, inklusive des traumatischen "Finale dahoam", mit der Niederlage im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea im Elfmeterschießen.

Nun ist es zu billig, nur auf das Mentale zu gehen, auf den psychischen Effekt einer Horror-Saison, die der FC Bayern gerade abliefert. Dass sich eine Mannschaft deshalb selbst aus dem Sumpf zieht, ist alles andere als garantiert. Weshalb sich die Verantwortlichen an der Säbener Straße darauf nicht verlassen sollten.

Stattdessen muss nach der Saison schonungslos abgerechnet werden, mit ebenso schonungslosen Konsequenzen. Ist Oliver Kahn noch der richtige Mann, um den Umbruch mit anzugehen? Was wird aus Hasan Salihamidzic, ist er immer noch unantastbar? Und Herbert Hainer? Kommt gar Uli Hoeneß ganz offiziell zurück? Und welche finanziellen Möglichkeiten bekommt Trainer Thomas Tuchel, um seine Vorstellungen umzusetzen? Und wie sehen die personell aus?

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Einige Dinge sind augenscheinlich, andere erkennt man auf den zweiten Blick, wiederum andere ergeben sich erst aus einer scharfen Analyse. Wichtig ist, dann auch Lösungen zu suchen und umzusetzen. Denn in den vergangenen Wochen ist der Verein regelrecht implodiert, wodurch viele Probleme und Unzulänglichkeiten bereits schmerzhaft zutage traten. Es ist genug zu tun.

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Antworten werden aufgeschoben

Doch die Gefahr, dass ein Mini-Happy-End in Form der elften Meisterschaft in Folge viele Probleme übertünchen könnte, ist groß. Denn die Antworten auf die ganz unangenehmen Fragen werden dann oft aufgeschoben, nach dem Motto: Ist ja nochmal so halbwegs gutgegangen, so schlimm ist es dann doch nicht. Doch, ist es. Deshalb ist Handeln angesagt. Ob man nun Meister wird oder nicht.

Denn Veränderungen sind unabdingbar. Auch wenn ein Umbruch immer unangenehm ist.


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