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Bundesliga

FC Bayern München - Salihamidzic verteidigt Entlassung von Nagelsmann: "Können uns nichts vorwerfen"

  • Aktualisiert: 27.03.2023
  • 17:04 Uhr
  • ran.de
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© Imago
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Nach der Freistellung von Julian Nagelsmann und der Neuverpflichtung von Thomas Tuchel stellt sich Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic in der Sendung Doppelpass auf "Sport1" den Fragen und betont, dass sich der Rekordmeister nichts vorzuwerfen hat.

Hinter dem FC Bayern liegt eine ereignisreiche Woche. Nach der 1:2-Pleite gegen Bayer Leverkusen entschieden sich die Bosse des Rekordmeisters, Trainer Julian Nagelsmann freizustellen. Inzwischen ist Thomas Tuchel als neuer Cheftrainer im Amt.

Im Doppelpass auf "Sport1" bezog Sportvorstand Hasan Salihamidzic Stellung zu den Ereignissen. ran hat seine wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

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Salihamidzic über...

...die Entscheidung, Nagelsmann freizustellen: "Es ist natürlich eine harte und schwere Entscheidung. Auch für mich emotional war es schwer. Denn Julian Nagelsmann und ich hatten ein sehr, sehr gutes Verhältnis, aber die Leistungen haben nicht mehr gestimmt, und deshalb mussten wir die Entscheidung treffen."

… die Aussagen von Joshua Kimmich: "Wenn sie ihn fragen, würde er sagen: Wir haben einen Top-Trainer gehabt, wir haben eine Top-Mannschaft. Aber die Leistungen waren ungenügend, das würde er auch bestätigen."

Joshua Kimmich
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Im Anschluss an den 2:0 (2:0)-Testspielsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Peru in Mainz hat sich DFB-Kapitän Joshua Kimmich erneut zur Entlassung von Julian Nagelsmann beim FC Bayern geäußert. Dabei widersprach er der Darstellung der eigenen Vereinsführung.

  • 27.03.2023
  • 17:02 Uhr

… zur Haltung von Nagelsmann bei Disziplinlosigkeiten der Bayern-Stars: "Es ist der Stil von Julian Nagelsmann. Natürlich hatten wir ein paar Disziplinlosigkeiten, einige Probleme. Aber trotzdem ist er ein Top-Trainer."

… über das Team: "Wir können natürlich nicht die ganze Mannschaft austauschen. Wir sind der Meinung, dass wir eine Top-Mannschaft haben."

… die Gründe für das Aus: "Wenn man ganz genau wüsste, was das Problem ist, hätten wir das geändert. Wir haben seit letztem März immer wieder Probleme gehabt, hatten einzelne Ausfälle und auch Spieler verloren, Phasen gehabt. Wenn dieser Trend nicht mehr zu drehen ist, muss man eine Entscheidung treffen. Eine solche Entscheidung ist nicht populär, ich weiß, Aber wir haben sie für den FC Bayern getroffen, und da stehen wir voll hinter."

… die Entscheidungsfindung: "Er hat eine hervorragende Idee vom Fußball. Dass das jetzt so gelaufen ist, das haben wir auch nicht gerne. Wir wären den Weg lieber mit ihm weitergegangen, aber wir sind da in einer Verantwortung."

… den Trainermarkt: "Wir müssen jedes Spiel gewinnen und haben große Ziele, mit Titeln am Ende der Saison. Der Kreis der (passenden) Trainer ist klein. Dadurch, dass jetzt auf dem Markt einer war, haben wir diesen Schritt gewagt. Es ist ein Mix. Man muss eine Spielidee haben, heutzutage besonders. Bei uns damals war das weniger, heute ist das detaillierter. Wir hatten Qualität. Aber wenn man diese Mannschaft sieht, ist sie fußballerisch heute weiter. Der Trainer muss einen gewissen konsequenten Führungsstil haben und dadurch seine Spielidee der Mannschaft so beibringen, dass sie sie auf den Platz bringt. Trotzdem mit gewissen Freiheiten."

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… die Verpflichtung von Nagelsmann: "Die Entscheidung, Nagelsmann damals zu holen, die würde ich nun nicht infrage stellen. Er hat es hervorragend gemacht bei seinen vorherigen Stationen wie in Leipzig. Er sollte der nächste Trainer des FC Bayern sein. Wir waren alle davon überzeugt und hatten gehofft, dass dieses Projekt eine große Zukunft hat."

… den Ablauf der Verhandlungen: "Sonntagabend sind wir zurückgeflogen, haben uns am Montag hingesetzt, Oliver Kahn, Marco Neppe und ich. Wir haben alles analysiert. Das letzte Jahr, diese Phasen, der jetzige Zustand. Besonders den zweiten Part der Saison seit Januar. [...] Erstmal muss man Gespräche führen. Dienstag habe ich Thomas angerufen, wir haben uns am Abend zu viert zusammengesetzt, ein gutes Gespräch geführt über bestimmt fünf Stunden, glaube ich. Er war gleich überzeugt, dass er ab jetzt die Mannschaft erfolgreich führen kann. Natürlich haben wir danach zuerst Herbert Hainer angerufen und ihm die Gründe gesagt, auch Uli Hoeneß informiert. Wenn wir solche wichtigen Entscheidungen treffen, ist es wichtig, dass wir alle dahinterstehen. Natürlich haben wir auch über den Zeitpunkt und die Problematiken gesprochen."

… den Zeitpunkt, zu dem Nagelsmann informiert wurde: "Donnerstagabend, als wir fast ziemlich klar waren, haben wir erfahren müssen, dass es rausgeleakt wurde von einer dritten Person. Sicherlich von der anderen Seite. Ich weiß es nicht, kann aber nur von uns sprechen: Wir haben zuerst die Zusage erhalten und haben danach als erstes Julian Nagelsmann angerufen. Am Telefon ist das stillos, finde ich, deshalb habe ich ihm gesagt, dass wir uns am nächsten Tag an der Säbener Straße treffen. Alle Journalisten wissen, dass das von uns nicht rauskam. Das kam vor der Zusage von Thomas Tuchel raus, deshalb konnte ich Julian Nagelsmann nicht vorher anrufen."

… die zeitlichen Abläufe: "Das geht nicht anders. Du musst erstmal die Zusage abwarten, dann rufst du den Trainer an. Aber so einen Top-Mann in zwei Tagen zu verpflichten, ist auch nicht normal. Deshalb geht das nicht anders. Wir haben uns so fair verhalten, wie man in diesem Geschäft, in diesem Deal sein kann. Es ist natürlich schlimm, dass das vorher rauskommt. Aber da können wir uns nichts vorwerfen, weil wir diesen Prozess so eingehalten haben, wie es sich gehört."

... den aktuellen Zustand im Verhältnis zu Nagelsmann: "Ich habe Julian gestern nochmal angerufen, wir haben nochmal gesprochen. Klar ist er enttäuscht, ich bin auch emotional mitgenommen, aber wir mussten unseren Job machen. Es braucht sicherlich ein, zwei Monate, aber dann lade ich ihn mal zum Essen ein und wir reden nochmal darüber."

... über einen möglichen Fehlstart von Tuchel: "Es kann alles passieren im Fußball. Aber wir sind davon überzeugt, dass wir die Spiele gewinnen werden und den Negativtrend brechen werden und die Leistungskurve nach oben geht. Warum ist er der Richtige? Er hat die Champions League gewonnen, große Erfolge gefeiert. Er hat nationale und internationale Erfahrung, war in den letzten Jahren zweimal im Champions-League-Finale. Ich kenne ihn, wir haben schon über Fußball gesprochen. Er ist ein guter Typ, das hat man gestern gesehen. Wir sind sehr gespannt auf ihn."

... das Zeitfenster mit Tuchel: "Das ist sekundär. Das Wichtigste war unsere Analyse. Es hätte auch ab dem 1.7. sein können, und so weiter. Es war eine Top-Option am Markt. Er ist deutsch, das ist auch wichtig. Er lebt in München, war nach dem Anruf in 20 Minuten bei mir."

... den möglicherweise schwierigen Charakter von Tuchel: "Wir haben uns damals verstanden, als wir drei-, viermal gesprochen haben. Mit Julian Nagelsmann haben wir den Transfermarkt gemacht, alles abgesprochen. Genauso werden wir das auch mit Thomas Tuchel machen. Die Ideen des Trainers sind wichtig, die muss er auf die Mannschaft übertragen. Wir haben Julian Julian sein lassen und werden Thomas Tuchel auch Thomas Tuchel sein lassen."

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