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FC Schalke 04 bekommt umstrittenen Elfmeter gegen Mainz 05: Darum lag Schiedsrichter Jöllenbeck richtig

  • Aktualisiert: 06.05.2023
  • 13:29 Uhr
  • ran.de
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© Imago
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Während Schalke 04 durch den späten Elfmeter auf einen Nicht-Abstiegsplatz springt, spricht Mainz-Trainer Bo Svensson von einem "Skandal". Die Elfmeterentscheidung sorgt für hitzige Diskussionen - auch in Schiedsrichterkreisen.

Von Tobias Wiltschek

Eine Entscheidung, viele Kommentare.

Auch beim Spiel zwischen Mainz 05 und Schalke 04 (2:3) sorgt eine Strafraumszene für heftige Diskussionen.

War die nachträgliche Elfmeter-Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nun ein "Skandal", wie der Mainzer Trainer Bo Svensson findet, oder die logische Konsequenz einer "nicht besonders cleveren" Aktion, wie der Schalker Stürmer Marius Bülter sagt?

Zweifellos war es eine knifflige Situation, über die der Unparteiische tief in der Nachspielzeit befinden musste.

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Nach spätem Elfer-Drama: Mainz tobt, Schiri Jöllenbeck erklärt sich

Nach dem 3:2-Sieg des FC Schalke 04 durch einen Last-Minute-Elfmeter in Mainz wurde hinterher vor allem über die Entscheidung zum Strafstoß diskutiert. Die Mainzer fühlten sich dabei klar benachteiligt, sahen sogar einen Eingriff des Unparteiischen in den Abstiegskampf.

  • 05.05.2023
  • 23:55 Uhr

Nach den VAR-Einstellungen zu urteilen, die Jöllenbeck zur Verfügung hatte, ist seine Entscheidung zumindest nachvollziehbar und vertretbar.

Schalke 04 bekommt Elfmeter: Zuspruch für Jöllenbeck

Die Schiedsrichter-Experten von "Collinas Erben" haben einen langen Thread mit Fotos und Erklärungen auf Twitter erstellt, der Jöllenbecks Entscheidung stützt.

Darauf ist zu sehen und zu lesen, dass es sich im Duell zwischen Bülter und dem Mainzer Anthony Caci zunächst um einen normalen Positionskampf handelt, bei dem beide ihre Arme einsetzen. Allerdings ist da schon zu erkennen, dass Caci seinen Arm als erster auf Bülters Schulter legt.

Im weiteren Verlauf des Zweikampfs ändern die beiden Gegenspieler ihre Positionen mehrfach, ehe es zum entscheidenden Regelverstoß des Mainzers kommt. Caci zieht so lange und offensichtlich am Trikot seines Gegenspielers, dass dieser zu Boden geht.

Diese Beobachtung deckt sich mit dem, was Jöllenbeck in den relevanten VAR-Einstellungen wahrgenommen hat. "Nach Ansicht der Bilder lag ein klares und langes Halten vor. Deswegen habe ich auf Strafstoß für Schalke entschieden", erklärte der Unparteiische seine Entscheidung nach dem Spiel.

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Gleichwohl sahen nicht alle Vertreter der Schiedsrichter-Zunft die Situation so wie Jöllenbeck.

Schalke-Elfmeter: Gräfe sieht eine Fehlentscheidung

Der ehemalige FIFA-Referee Manuel Gräfe erkannte in der Szene hingegen kein strafwürdiges Verhalten des Mainzers und stufte die Rangelei als "handelsüblich" ein. Mehr noch: Für ihn sei es Bülter gewesen, der zuerst Caci gezogen hat. 

Außerdem habe der Zupfer von Caci "keine Auswirkung" gehabt, weil Bülter erst nach dessen Beendigung gefallen sei. Deshalb wäre seiner Meinung nach Weiterspielen die richtige Entscheidung gewesen.

Zudem kritisierte er abermals den DFB für die Ansetzung des seiner Meinung nach mit erst 30 Bundesligaspielen noch "jungen" Jöllenbeck auf "ein solches Abstiegsspiel". Dies sei "unverantwortlich".

Allerdings weist Gräfes Argumentation zwei Schwächen auf: Zum einen steht das Trikotziehen durchaus im Zusammenhang mit Bülters Fall. Außerdem ignoriert Gräfe, dass der Erstkontakt von Caci ausgegangen ist, wie die Einstellungen von "Collinas Erben" belegen. 

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Schalke 04 springt auf Nicht-Abstiegsplatz

Der späte Siegtreffer vom Elfmeterpunkt durch Bülter lässt die Königsblauen erstmals seit dem 8. Oktober wieder aus der Abstiegszone springen. Das Restprogramm der Knappen hat es allerdings ins sich: Mit dem FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und RB Leipzig warten drei schwere Gegner im Saisonendspurt auf Schalke.

Mainz 05 erlitt hingegen durch die Niederlage nach der 0:3-Pleite in Wolfsburg am vergangenen Wochenende den nächsten Rückschlag im Kampf um das europäische Geschäft. 


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