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Hannover 96: Slomkas Zukunft völlig offen

  • Aktualisiert: 22.12.2013
  • 11:45 Uhr
  • SID
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© SID-SID-FIRO
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Nach der Niederlage beim SC Freiburg gibt es für Hannover-Trainer Mirko Slomka keine Rückendeckung von Präsident Kind. Die Spekulationen um Slomkas Verbleib in Hannover nehmen Fahrt auf. 

Freiburg - Nach der Niederlage beim SC Freiburg gibt es für Hannover-Trainer Mirko Slomka keine Rückendeckung von Präsident Kind. Die Spekulationen um Slomkas Zukunft nehmen Fahrt auf. Der Stuhl von Mirko Slomka wackelt gewaltig. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 gibt sich allerdings optimistisch. Es sah schon ein wenig nach Abschied aus. Einsam schlenderte Mirko Slomka nach dem Schlusspfiff über den Rasen, dann spendete der heftig kritisierte Trainer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 seinen Spielern Trost und verschwand mit hängendem Kopf in den Katakomben.

Nach dem bitteren 1:2 (0:2) beim Abstiegskandidaten SC Freiburg scheinen Slomkas Tage in Niedersachsen gezählt - auch, weil ihm ein klarer Vertrauensbeweis unmittelbar nach dem neuerlichen Rückschlag verwehrt blieb. "Wir werden ergebnisoffen an die Sache herangehen. Dass wir gemeinsam weitermachen wollen, steht außer Frage", sagte Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner bei Sky und verdeutlichte nochmals: "Es 
ist wie gesagt alles völlig ergebnisoffen, und daher werden wir auch nichts vorweg greifen. Es dürfte allerdings ein sehr langes 
Gespräch werden." 

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Kind und Dufner beraten über Slomkas Zukunft

Rückendeckung klingt irgendwie anders. Zusammen mit Dufner und Slomka wird selbstverständlich auch 96-Präsident Martin Kind die desaströse Hinrunde ohne einen einzigen Punkt auf fremden Terrain aufarbeiten. Kind, der unter der Woche im Gespräch mit dem SID noch bekräftigt hatte, dass es 'weder eine Trainerdiskussion noch ein Ultimatum" gebe, wollte sich in Freiburg zur Causa Slomka nicht äußern. Dafür lieferte der immer mehr in Not geratende Trainer selbst Argumente für eine Weiteranstellung.

Zumindest versuchte er es.'Ich glaube nicht, dass sich die Meinung diesbezüglich geändert hat. Man kann ein Spiel auch lesen, und ich habe gegen Freiburg viel Positives erkennen können", sagte der 46-Jährige, der beim Blick auf die Tabelle dann aber umgehend zurückruderte: 'Wir sind natürlich alle unzufrieden. Keinen einzigen Punkt auswärts und 18 Zähler insgesamt sind für unsere Ansprüche natürlich viel zu wenig."
Vor 25 Jahren hatte mit der Frankfurter Eintracht zuletzt eine Mannschaft in der Bundesliga die Hinrunde ohne Auswärtspunkt 
abgeschlossen. Dass Hannover wie immer seit dem Wiederaufstieg vor elf Jahren das letzte Spiel der Hinserie nicht gewann und sich 
damit eine zweite traurige Serie fortsetzte, ging angesichts der Diskussionen um Slomka fast unter.

Zieler kritisiert Kollegen

Deutliche Worte fanden nichtsdestotrotz Torhüter Ron-Robert Zieler und Leon Andreasen. 'Im Urlaub sollten sich einige Gedanken machen, ob es auch in der Rückrunde so weitergehen soll", schimpfte Zieler. Die ganz schwache Leistung bei keinesfalls überragenden Freiburgern sei 'nur schwer zu erklären. Und die Auswärtsschwäche ist peinlich, das muss man leider so sagen." Für Andreasen sei zudem der Gang zu den wütenden Fans nach dem Spielende 'sehr unangenehm" gewesen.Dabei hatten sich die Gemüter zu diesem Zeitpunkt schon wieder beruhigt. 'Kind muss weg, Kind muss weg", hatten die 96-Anhänger nach den Freiburger Treffern durch Admir Mehmedi (25./36.) skandiert.

In Richtung der Spieler forderten sie: 'Wir wollen euch kämpfen sehen" - doch mehr als der Anschlusstreffer durch Leonardo Bittencourt (90.+3) wollte an diesem Nachmittag nicht gelingen. Zu allem Überfluss erlitt Salif Sane eine Fraktur der Mittelhand.'Wir werden die Mannschaft jetzt in den Urlaub verabschieden, hoffentlich mit einem guten Gefühl zurück erwarten und dann angreifen", sagte Slomka. Ob er das als 96-Trainer noch erleben wird, ist derzeit mehr als fraglich.


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