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Kommentar: Kimmichs Provokation ist vollkommen okay

  • Aktualisiert: 08.04.2023
  • 21:16 Uhr
  • ran.de / Stefan Kumberger
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© Getty Images
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Joshua Kimmich feiert nach dem 1:0-Sieg seiner Bayern in Freiburg provokant in Richtung der gegnerischen Fans. Es folgen Rudelbildung, Beschimpfungen und Maßregelungen. Die sind mindestens genauso unnötig wie Kimmichs Verhalten. Ein Kommentar.

Von Stefan Kumberger

Weit aufgerissener Mund, geballte Faust, die Schlagadern zeichnen sich deutlich an seinem Hals ab: Joshua Kimmich jubelt nach dem Sieg seiner Bayern in Freiburg in Richtung der gegnerischen Fans.

Es ist eine Szene voller Aggression und Emotion.

Im Anschluss war das Theater groß. Rudelbildung, Beschimpfungen – über Kimmich brach anschließend die Hölle los. Vincenzo Grifo verfolgte den Bayern-Star sogar bis in den Spielertunnel.

"Unsportlich und unnötig", schimpfte Nicolas Höfler im Anschluss an den Mikrofonen der Reporter. Damit mag der Freiburger Recht haben… Aber sonst?

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Maß der Kritik an Kimmich maßlos übertrieben

Dass Ex-Profi Didi Hamann bei "Sky" das Wohl der Kinder und jungen Fans im Stadion und am Fernseher in Gefahr sieht und die schnell erregte Twitteria Kimmich nur das Schlechteste wünscht, ist maßlos übertrieben.

Nach einem nervenaufreibenden Spiel lässt ein Spieler seinen Emotionen freien Lauf – wo ist das Problem? Das ist Fußball.

All die Moralapostel und Spießbürger sollten sich schleunigst überlegen, ob sie nach so einer Partie einen kühlen Kopf bewahrt hätten. Denn – und das lässt Kimmich – in seinem Statement nach dem Spiel durchblicken: Freiburg kann ein heißes Pflaster sein.

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Thomas Tuchel spricht über die emotionalen Szenen seines Schützlings Joshua Kimmich nach dem Abpfiff im Spiel gegen den SC Freiburg.

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Emotionen gehören zum Fußball dazu

"Es war eher dem geschuldet vor dem Spiel, als wir auf den Platz gegangen sind und die Platzbegehung gemacht haben. Da hat der Stadionsprecher schon in unsere Richtung gerufen wegen des 2:1-Sieges am Dienstag", erklärt Kimmich seine Aktion.

Na also, die einen provozieren und die anderen wehren sich. Mehr ist es nicht und mehr sollte man daraus auch nicht machen. 

Auch die Freiburger Spieler wissen, wie man provoziert

Dass einen die Gefühle auch mal zu unsportlichen Aktionen verleiten können, dürften auch die Freiburger wissen. Im März 2022 jubelten ausgerechnet sie ziemlich provokant vor den Bochumer Fans, als man dort im Pokal-Viertelfinale mit 2:1 nach Verlängerung gewann... 

Solche Emotionen gehören zum Fußball – und das ist auch gut so. Ohne solche Szenen würde der Bundesliga jedenfalls etwas fehlen.

Das kann keiner wollen.

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