Bundesliga
Werder Bremen trennt sich von Trainer Horst Steffen - Clemens Fritz erklärt Entlassung im Live-TV
- Aktualisiert: 01.02.2026
- 11:58 Uhr
Der SV Werder Bremen trennt sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Horst Steffen.
Der SV Werder Bremen zieht Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt und trennt sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Horst Steffen. Das gab der Verein bekannt.
"Die Verantwortlichen des SV Werder Bremen haben nach intensiven Gesprächen im Anschluss an das 1:1 in der Heimpartie gegen Borussia Mönchengladbach entschieden, Cheftrainer Horst Steffen mit sofortiger Wirkung freizustellen", hieß es in der Pressemitteilung des Bundesligisten.
"Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird. Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben. Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen“, erklärte Clemens Fritz, Geschäftsführer Profifußball bei Werder.
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Später stellte sich Fritz im "Doppelpass" bei "Sport 1" nach der Trennung von Steffen. "Wir sind ein Verein, der geduldig ist und lange wartet. Dennoch war es wichtig, jetzt neue Impulse zu setzen. Deshalb haben wir diese Entscheidung getroffen", sagte der Ex-Profi, "wir sind in einer Situation, die sehr brenzlig und prekär ist. Wir brauchen jetzt neue Impulse, um den Turnaround zu schaffen".
Duarte und Groß betreuen Werder interimistisch
Bei einer mögliche Nachfolge-Regelung ließ sich Fritz keine Details entlocken: "Wir schauen sowohl nach Trainern, die frei sind, aber auch nach Trainer, die woanders unter Vertrag stehen. Wir schauen, dass wir schnell eine Lösung herbeiführen können. Ich möchte öffentlich keine Namen diskutieren, aber wir sind dran."
Zudem zeigte sich Fritz in der Werder-Krise auch selbstkritisch: "Ich bin für den Sport hier verantwortlich. Ich habe der Mannschaft heute auch gesagt, dass nie eine Person alleine verantwortlich ist. Ich bin da auch kritikfähig, ich sehe mich da auch als verantwortlich an und bin keiner, der in der Krise wegläuft."
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Interimistisch werden nun erst einmal die beiden Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft von Werder Bremen betreuen.
Steffen kam erst im Sommer 2025 von Zweitligisten SV Elversberg an die Weser und unterzeichnete einen Vertrag bis zum Sommer 2028. Von 21 Pflichtspielen unter seiner Leitung konnte Werder nur vier gewinnen, schied unter anderem auch direkt in der 1. Runde des DFB-Pokals bei Arminia Bielefeld aus.
Aktuell ist Bremen nach dem 1:1 gegen Gladbach schon seit zehn Bundesliga-Begegnungen in Folge ohne Sieg und nur noch einen Punkt bzw. einen Platz vor dem Relegationsrang.