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Europameisterschaft

EM 2021: Georginio Wijnaldum dominiert bei Niederlande-Auftakt - Zukunft endgültig geklärt

  • Aktualisiert: 14.06.2021
  • 14:55 Uhr
  • ran.de
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© imago
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Beim ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine sticht Georginio Wijnaldum im niederländischen Mittelfeld heraus. Er rechtfertigt nicht nur den Wirbel um seine Person in den vergangenen Wochen, sondern zeigt womöglich den Bayern auf, was ihnen durch die Lappen gegangen ist.

München - Die vergangenen Tage waren für Georginio Wijnaldum alles andere als ruhig. Erst wechselt er - offenbar trotz Zusage an den FC Barcelona - zu Paris Saint-Germain, dann führt der Mittelfeldantreiber die Niederlande zum Auftaktsieg gegen die Ukraine. 

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Wjnaldum überzeugt bei Niederlande-Auftakt

Als offensiver Achter machte der 30-Jährige von Beginn an klar, wer der Boss im Mittelfeld der Elftal ist. Fast jede gefährliche Situation lief über ihn, schon nach fünf Minuten hätte er einen Assist verbucht, wenn Denzel Dumfries nicht aus kurzer Distanz nach schönem Zuspiel vergeben hätte.

Auch in der Folge war Wijnaldum der aktive Treiber im Offensivspiel und versuchte es mehrmals aus der Distanz. Kurz vor der Pause verhinderte dann Ukraine-Keeper Georgiy Bushchan das erste Tor des Oranje-Kapitäns, als er dessen Schuss von der Linie kratzte.  

Anders dann nach dem Seitenwechsel: Diesmal konnte Bushchan den Ball nicht kontrollieren und Wijnaldum war zur Stelle. Abgezockt knallte er das Leder unter die Latte und ließ die orangenfarbenen Fans auf der Tribüne eskalieren. 

Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 war es erneut Wijnaldum, der das Spiel in die Hand nahm und auf die Flügel lenkte. Von dort bereitete dann auch der eingewechselte Nathan Aké den 3:2-Siegtreffer vom zuvor extrem unglücklichen Dumfries vor.

PSG oder Barcelona? Transfer-Wirbel endlich vorbei

Nach fünf Jahren beim FC Liverpool war klar: Wijnaldum wird Jürgen Klopp und Co. in diesem Sommer ablösefrei verlassen. Obwohl er dem FC Barcelona wohl schon seine mündliche Zusage gegeben hatte, platzte der Wechsel von Wijnaldum ins Camp Nou schließlich doch noch. 

Kurz vor Vertragsunterzeichnung wurde auch Paris Saint-Germain auf den 30-Jährigen aufmerksam und bot Wijnaldum wohl ein deutlich besseres Angebot. Auch PSG-Trainer Mauricio Pochettino soll eine große Rolle gespielt und den niederländischen Ballverteiler schließlich mit seinen Plänen für sich und sein Projekt überzeugt haben. 

In Paris unterschrieb Wijnaldum einen Vertrag bis 2024 und soll im Mittelfeld des Star-Ensembles für Ruhe sorgen. Dass es auch anders hätte enden können, verdeutlichte der gebürtige Rotterdamer selbst auf einer Pressekonferenz. Dort erklärte er: "Wir haben vier Wochen mit Barcelona verhandelt, sind uns aber nicht einig geworden. PSG hat dann schneller eine Entscheidung getroffen."

"Ich dachte, dass ich nach Barcelona gehe, denn sie waren lange der einzige Interessent", sagte er weiter. Zwischenzeitlich wurde auch über ein Interesse vom FC Bayern berichtet, konkret wurde es jedoch wohl nie. In Anbetracht der Leistungen von Wijnaldum stellt sich die Frage, wieso eigentlich nicht. 

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Wijnaldum hätte dem FC Bayern helfen können

In den entscheidenden Spielen der abgelaufenen Saison wurde bei den Münchnern deutlich, dass die Qualität auf der Bank im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger war. Das Triple-Jahr zuvor hat gezeigt: Erfahrene Hochkaräter wie Ivan Perisic oder Philippe Coutinho hatten von der Bank einen großen Anteil am Triumph. 

Mit Georginio Wijnaldum hätten Hasan Salihamidzic und Co. einen erfahrenen Mittelfeldspieler an Land ziehen können, der aufgrund der hohen Belastung ein hervorragendes Pendant zu Joshua Kimmich und Leon Goretza im Bayern-Mittelfeld dargestellt hätte.

So hätten sich die Münchner trotz Sparkurs einen Top-Transfer leisten können, schließlich wäre Wijnaldum ablösefrei in die Allianz Arena gewechselt. Auch ein Bieterkrieg mit PSG wäre zu umgehen gewesen, wenn die spekulierte Kontaktaufnahme bereits früher erfolgt wäre. 

Stattdessen verstärkt sich PSG mit einem Mittelfeld-Ass, das schon im ersten EM-Spiel mächtig Eigenwerbung betrieb. Auch wenn kein oder nur spätes Interesse seitens der Bayern bestand, dürften sich diese nun ärgern, das Risiko nicht eingegangen zu sein.

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