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Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg m Interview

Martina Voss-Tecklenburg: EM-Halbfinale ein Stück Freude für Uwe Seeler

  • Veröffentlicht: 22.07.2022
  • 10:49 Uhr
  • SID
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© 2022 Getty Images
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Nach dem Halbfinaleinzug der DFB-Frauen durch das 2:0 über Österreich spricht Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg m Interview über das große Ziel Wembley und die Freude, die sie mit Uwe Seeler verbindet.

München - Es war ein hartes Stück Arbeit, am Ende aber strahlten nicht nur die Spielerinnen.

Der Einzug ins EM-Halbfinale durch das 2:0 gegen Österreich ließ Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg strahlen. Erstmals seit dem Olympiasieg 2016 steht das DFB-Team damit wieder unter den letzten Vier.

"Das ist schön, das macht uns stolz", sagt die Bundestrainerin. 

Im Interview spricht Voss-Tecklenburg über den Erfolg am Todestag von Uwe Seeler, die verstorbenen Fußball-Legende und das große Ziel Wembley.

Frage: Frau Voss-Tecklenburg, welches Fazit ziehen Sie nach dem 2:0 gegen Österreich zum Einzug ins EM-Halbfinale?

Martina Voss-Tecklenburg: Es war das erwartet sehr intensive Spiel, ein sehr hartnäckiger Gegner, der uns in den Momenten, wo wir die Dinge nicht gut gemacht haben, weh getan hat. Gott sei Dank haben sie kein Tor erzielt. Das 1:0 war fantastisch herausgespielt. In der Halbzeit haben wir die Positionierung angepasst, dann haben wir mehr Sicherheit im Spielaufbau bekommen. Dass das 2:0 so lange dauert, war schade, aber es war mega spannend, für die Zuschauer ein großartiges Spiel. Von daher sind wir einfach glücklich, dass wir im Halbfinale stehen.

Frage: Ein Halbfinale hat Deutschland seit dem Olympiasieg 2016 nicht mehr erreicht, ist das Turnier damit schon als erfolgreich zu bewerten?

Voss-Tecklenburg: Wenn ich die Worte von Oliver Bierhoff nehme, dass es unser Anspruch ist, unter die letzten Vier zu kommen bei großen Turnieren, dann haben wir das erst mal geschafft. Das ist schön, das macht uns stolz. Nichtsdestotrotz wollen wir auch dieses Halbfinale gewinnen, egal, gegen wen es geht. Wir wissen aber auch, dass es der nächste große Schritt wird. Es wird immer größere Herausforderungen geben, je näher wir dem Ziel Wembley kommen. Wenn es wieder zu null ausgeht, haben wir große Chancen, von dem zu träumen, wovon wir vor der EM schon geträumt haben.

Frage: Sie haben schon vor Anpfiff emotional über Uwe Seeler gesprochen. Was verbinden Sie mit - und war der Sieg auch ein Stück weit für ihn?

Voss-Tecklenburg: Ich hatte das Glück, Uwe Seeler mehrfach zu treffen, auch seine Familie. Wir haben mit unserem Physiotherapeut Kristof Meyer jemandem im Staff, der sehr eng mit ihm in Hamburg zusammengearbeitet hat. Wir haben in den letzten Tagen viel über Uwe gesprochen, weil er immer geschrieben hat und wir wussten, dass er die Spiele schauen möchte. Die Nachricht hat uns  sehr bewegt, weil es direkt nach der Spieltagsbesprechung war. Es war nicht einfach, den Fokus aufs Spiel zurückzugewinnen. Mein Beileid gilt der Familie, meinen großen Respekt für Uwe Seeler, der nicht nur ein fantastischer Fußballer, sondern auch ein fantastischer Mensch war. Immer wenn man ihn treffen durfte, hat er was Gutes mitgegeben. Von daher war es ein besonderer Tag, mit einer traurigen Nachricht, aber auch mit dem Wissen, vielleicht haben wir auch ein Stück weit ihm trotzdem noch Freude bereiten können.

Frage: Wie bewerten Sie die Leistung von Lena Oberdorf?

Voss-Tecklenburg: Was sie in ihren jungen Jahren gespielt hat, mit einer Reife, mit einer Intensität, mit einer Lust, Bälle zu erobern und diese Defensivlust zu feiern und das auf ihre Mitspielerinnen zu übertragen, das war klasse. Auch in der Vorwärtsbewegung hatte sie viele gute Momente. Sie hat ein ganz, ganz großartiges Spiel gemacht. Mit Anfang 20 so eine reife Leistung zu zeigen in einem EM-Viertelfinale, das beweist, dass sie eine große Zukunft vor sich hat. Ich bin froh, dass sie für Deutschland spielt.

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  • 09.07.2022
  • 20:47 Uhr

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