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Mbappe trifft - doch Frankreich verpasst Gruppensieg

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© AFP/SID/FRANCK FIFE
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"Maskenmann" Kylian Mbappe ist zurück - doch Frankreich sucht weiter seine Top-Form: Durch das 1:1 gegen Polen verspielte der WM-Zweite den Gruppensieg.

Dortmund (SID) Kylian Mbappe blickte teilnahmslos durch seine Maske, sein Trainer Didier Deschamps zuckte ratlos mit den Schultern. Zwar ist Frankreichs Superstar zurück und erzielte sein erstes EM-Tor, doch der Weltmeister von 2018 tritt weiter nicht wie ein Titelfavorit auf: Die enttäuschende Equipe tricolore hat durch ein 1:1 (0:0) gegen die bereits ausgeschiedenen Polen mit Robert Lewandowski in Dortmund den Gruppensieg leichtfertig verschenkt.

"Ich bin nicht frustriert, aber wir wollten natürlich Gruppenerste werden", sagte Deschamps: "Das erste Ziel ist erreicht. Jetzt geht der Wettkampf von vorne los."

Frankreich rückt damit für die K.o.-Phase in die vermeintlich stärkere Hälfte des Turnierbaums mit Gastgeber Deutschland, Turnierfavorit Spanien und Portugal. Soll es etwas werden mit dem dritten EM-Titel, warten ab dem Viertelfinale wohl nur ganz große Kaliber. Im Achtelfinale geht es zunächst gegen den Zweiten der Gruppe E, also Belgien, Rumänien, die Slowakei oder die Ukraine.

Mbappe zog umgehend alle Blicke auf sich, nachdem er im Auftaktspiel gegen Österreich (1:0) einen Nasenbeinbruch erlitten hatte. Der künftige Stürmer von Real Madrid dribbelte, sorgte immer wieder für Gefahr - und bescherte den wieder einmal lange äußerst bieder agierenden Franzosen durch seinen verwandelten Foulelfmeter (56.) das erste "eigene" Tor bei diesem Turnier. Beim Jubel nach seinem EM-Premierentreffer riss er sich die Maske vom Gesicht. Lewandowski scheiterte dann zwar zunächst vom Punkt, bei der Wiederholung (79.) blieb er aber eiskalt.

Deschamps hatte um den Einsatz seines Ausnahmekönners zwar ein großes Geheimnis gemacht, doch bereits vor der offiziellen Verkündung sickerte durch, dass Mbappe zurückkehren würde. Der Stürmer, der zuletzt gegen die Niederlande (0:0) nicht gespielt hatte, lief mit einem schwarzen Gesichtsschutz auf - und war einmal mehr die Attraktion in Frankreichs Spiel.

Für Lewandowski endete dagegen eine EM zum Vergessen. Auch weil ihr Rekordtorschütze verletzt gegen die Niederlande (1:2) gefehlt und gegen Österreich (1:3) nur kurz mitgewirkt hatte, waren die Polen als erstes Team des Turniers schon nach zwei Spielen ohne Achtelfinal-Chance. Immerhin: Lewandowski bleibt dem Nationalteam erhalten, das bestätigte er bereits vor der Partie. Er traf zudem auch bei seiner vierten EM-Endrunde.

Und bei seiner Startelf-Rückkehr an alter Wirkungsstätte bereitete der Ex-Dortmunder den Franzosen mit seinem Team zunächst einige Probleme. Mbappe stand im Blickpunkt - doch die befreit aufspielenden Polen gaben die ersten Warnschüsse ab. Und Lewandowski? Der köpfte bei der besten Gelegenheit nur knapp vorbei (34.).

Mbappe benötigte dagegen etwas Anlaufzeit. Der Superstar sorgte mit seinen Ballaktionen zwar immer wieder für ein Raunen auf den Tribünen, zu selten zog er aber seine unnachahmlichen Tempoläufe an. Dazu tobte er nach einer der größten Chancen der Franzosen durch Ousmane Dembele (19.), weil N'Golo Kante ihn übersehen hatte.

Einen eigenen Treffer hatte Frankreich in den ersten beiden Spielen nicht zustande gebracht, das 1:0 im Auftaktspiel resultierte aus einem Eigentor des Österreichers Maximilian Wöber. Und Mbappe hatte die Führung kurz vor der Pause zwar gleich zweimal auf dem Fuß (42./45.), Polens Lukasz Skorupski, Vertreter von Stammtorhüter Wojciech Szczesny, parierte aber jeweils stark.

Mbappe versuchte es auch nach dem Seitenwechsel aus allen Lagen munter weiter, zunächst ohne Erfolg. Erst als der frühere BVB-Profi Dembele im Strafraum gefoult wurde, blieb Mbappe vom Punkt eiskalt. Auf der Gegenseite verursachte der Münchner Dayot Upamecano jedoch ebenfalls einen Strafstoß. Lewandowski erhielt eine zweite Chance nach seinem Fehlschuss, weil sich Frankreichs Keeper Mike Maignan zu früh von der Linie bewegt hatte.

SID wj mh


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