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DFB: So wichtig ist die U21 für die deutsche Nationalmannschaft

  • Aktualisiert: 21.03.2023
  • 13:21 Uhr
  • ran.de / Martin Volkmar
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Beim Neustart nach dem WM-Debakel setzt Hansi Flick auf eine enge Verzahnung mit der zuletzt deutlich erfolgreicheren U21. Entsprechend viele Youngster bekommen nun ihre Chance. 

Aus Frankfurt berichtet Martin Volkmar 

Rudi Völler, das wird ja gerne übersehen, ist im neuen Fußball-Deutschland nicht nur für die A-Nationalmannschaft zuständig, sondern auch für die U21. 

Und wie zum Beweis hatte der neue DFB-Sportdirektor sowohl Bundestrainer Hansi Flick als auch U21-Chefcoach Antonio di Salvo zum Auftakt des Länderspieljahres um sich versammelt. 

Für Völler ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung des Nachwuchsteams als Talentelieferant für die A-Mannschaft. "Das hier ist mit Bedacht gewählt und hat eine gewisse Symbolik", erklärte Völler. 

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Gemeinsame Trainingseinheit von U21 und A Mannschaft 

Um die vom Ex-Teamchef gewünschte engere Zusammenarbeit deutlich zu machen, bestritten beide Mannschaften am Dienstag sogar eine gemeinsame Trainingseinheit am DFB-Campus. Vielleicht auch eine ganz gute Maßnahme, um Verwirrung zu vermeiden. 

Joshua Kimmich feierte 2016 sein Länderspieldebüt
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Denn so war die Umstellung für die vielen ehemaligen oder nach aktiven U21-Spieler nach der für einige doch überraschende Beförderung in die A-Mannschaft etwas fließender. 

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Thiaw, Vagnoman, Nmecha und Schade neu bei Flick 

Im nachnominierten Malick Thiaw (AC Mailand) sowie den ebenfalls erstmals berufenen Josha Vagnoman (VfB Stuttgart), Felix Nmecha (VfL Wolfsburg) und Kevin Schade (Brentford FC) spielen gleich vier Leistungsträger bei Flick vor. 

Und in Armel Bella Kotchap (Southampton FC) und Jamal Musiala (FC Bayern), die kurzfristig verletzt absagen mussten, sowie Florian Wirtz gibt es drei weitere Kandidaten, die noch bei der U-21-EM im Juni in Rumänien und Georgien teilnehmen könnten. 

U21-EM ohne Musiala und Wirtz 

"Wir wollen den Kader in der Breite aufstellen, wir haben den Weg gewählt, zu schauen, wer das Potenzial hat, nächstes Jahr bei der Europameisterschaft dabei zu sein", sagte Flick. "Bei der U21-Euro in diesem Jahr sollte Toni die beste Mannschaft zur Verfügung haben, aber Jamal Musiala oder Florian Wirtz werden dafür nicht infrage kommen, alle anderen haben die Möglichkeit." 

Für di Salvo ist der Verzicht auf die beiden Mittelfeld-Zauberer laut eigener Aussage kein Problem. Ebenso wenig beschwert er sich über die Abstellungen seiner anderen Topspieler vor den beiden letzten EM-Testspielen gegen Japan (Freitag, ab 17.45 Uhr live auf ProSieben MAXX, ran.de und Joyn) und in Rumänien (28. März, ab 17.30 Uhr live auf ProSieben MAXX, ran.de und Joyn).   

"Ich bin froh, wenn es Spieler aus der U21 in die A-Nationalmannschaft schaffen", erklärte der 43-Jährige. 

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Der Masterplan von Völler und Flick für die Heim-EM 

Denn der Masterplan von Völler und Flick für die Heim-EM im Sommer 2024 sieht im ersten Schritt einen deutlich größeren Konkurrenzkampf vor, aus dem sich dann der erweiterte Kader für die konkrete Vorbereitung aufs Turnier ergeben soll. Vorbild dafür sind die Franzosen, bei denen sogar für Hochkaräter wie die Leverkusener Moussa Diabyund Amine Adli kein Platz im WM-Aufgebot war. 

  

Deshalb ist der Unterbau aus Völlers Sicht so wichtig, wie er aus eigener Erfahrung weiß. Denn immer, wenn Deutschland eine erfolgreiche U21 hatte, profitierte auch die A-Mannschaft davon. So wie 1982, als aus dem Team des EM-Zweiten acht Jahre später Lothar Matthäus, Pierre Littbarski und eben Völler wichtige Stützen beim WM-Triumph 1990 in Italien waren. 

U21-Europameister als Achse der A-Mannschaft 

Oder 2009 beim erstmaligen EM-Sieg einer deutschen U21, dessen Achse mit Manuel Neuer, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil auch maßgeblich am WM-Erfolg 2014 in Brasilien beteiligt war. 

Seitdem ging es zwar mit der A-Mannschaft, die zweimal bei Weltmeisterschaften in der Vorrunde rausflog, bergab - nicht aber mit der U 21. Im Gegenteil: Unter Ex-Coach Stefan Kuntz und dessen damaligem Assistenten di Salvo standen die DFB-Junioren bei den vergangenen drei Turnieren im Endspiel und wurden 2017 sowie 2021 Europameister. 

Zehn U21-Europameister von 2021 schafften den Sprung 

Aus dem letzten Aufgebot ist inzwischen zehn Spielern der Sprung in die A-Mannschaft gelungen, zuletzt neben Vagnoman für die anstehenden Duelle am Samstag gegen Peru und am Dienstag gegen Belgien auch dem Augsburger Mergim Berisha. 

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Für di Salvo und Flick ist das ein Ergebnis der "kurzen Wege" und des intensiven Austauschs, den es in der jüngeren Geschichte nicht immer gegeben hat. Daher wies der Bundestrainer auch die Kritik zurück, dass er auf zu viele Stars wie Leroy Sane, Niklas Süle oder Antonio Rüdiger verzichtet habe. 

"Die Verzahnung mit der U21 ist wichtig", erläuterte Flick, der alle Akteure in den beiden Spielen zum Einsatz bringen will. "Das ist unser Plan. Ich möchte junge Spieler sehen und fördern." Zumal er "gerne mal" die Berichte gelesen hätte, "wenn ich nichts Neues gemacht hätte". 

Neustart soll Begeisterung für DFB-Team wieder entfachen 

Doch nur mit einem Neustart, das ist vor allem Völler klar, kann die zuletzt abhanden gekommene Begeisterung für die Nationalmannschaft wieder entfacht werden. "Wir müssen als Einheit mit viel Teamspirit auftreten wie die Argentinier oder die Marokkaner", forderte der neue DFB-Sportchef einmal mehr: 

"Wenn du das mit der fußballerischen Qualität, die wir haben, verbindest, dann wird derjenige, der das am besten schafft und das nötige Spielglück hat, am Ende oben stehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die fußballerische Qualität haben, am Rest wird gearbeitet." 


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