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WM 2022

WM 2022: Iran lässt nach Sieg über 700 Gefangene frei

  • Aktualisiert: 28.11.2022
  • 16:24 Uhr
  • SID
Article Image Media
© AFP/SID/ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
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Nach dem 2:0-Sieg gegen Wales bei der WM in Katar sind im iran am Freitag mehr als 700 Gefangene freigelassen worden. Darunter soll sich auch ein Ex-Nationalspieler befinden.

Teheran/München - Im Iran sind im Anschluss an den 2:0-Sieg der Fußball-Nationalmannschaft gegen Wales bei der WM am Freitag 709 Gefangene freigelassen worden. Das berichtet die Nachrichten-Agentur "AFP".

Wie auf der Website der Justizbehörde "Mizan Online" am Montag zu lesen war, wurden Personen aus verschiedenen Gefängnissen des Landes nach der Partie entlassen - darunter "einige, die während der jüngsten Ereignisse verhaftet" worden waren.

Die Behörden nahmen damit Bezug auf die Demonstrationen, die das muslimische Land seit mehreren Wochen erschüttern.

Seit dem Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini kommt es zu Massenprotesten gegen das herrschende Mullah-Regime, durch das harte Vorgehen der Polizei starben bereits mehrere Hundert Menschen.

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Iran fordert USA-Ausschluss bei der WM
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WM: Iraner fordern Ausschluss der USA

Ein Tweet des US-Fußballverbandes vor dem Duell bei der WM gegen den Iran sorgt für großes Aufsehen. Im Iran wird nun sogar der WM-Ausschluss der US-Amerikaner gefordert.

  • 28.11.2022
  • 11:53 Uhr

WM 2022: Ex-Nationalspieler unter Freigelassene

Iranischen Medienberichten zufolge soll unter den 709 Personen auch der Fußballspieler Voria Ghafouri sein, der am vergangenen Donnerstag wegen "antistaatlicher Propaganda" festgenommen worden war.

Der 35 Jahre alte Ex-Nationalspieler sei demnach auf Kaution freigelassen worden. 

Irans Fußballer hatten beim ersten WM-Spiel gegen England (2:6) ein Zeichen der Solidarität an die Regime-Kritiker in der Heimat gesetzt und während der Nationalhymne geschwiegen.

Vor der zweiten Partie gegen Wales, die das Team durch zwei Treffer in der Nachspielzeit für sich entschied, sangen alle Spieler wieder mit.

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