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Handball-EM: Dänemark im Halbfinale, Frankreich zittert
Weltmeister und Olympiasieger Dänemark hat vorzeitig das Ticket für das Halbfinale der Handball-EM gebucht. Der Co-Gastgeber kann nach dem 31:26 (13:12) gegen Deutschland nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze der Hauptrundengruppen I verdrängt werden. Bester Werfer der Dänen war Welthandballer Mathias Gidsel mit acht Treffern, zudem überragte Keeper Emil Nielsen mit 14 Paraden.
Somit duellieren sich das DHB-Team und Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF) um den weiteren Platz in der Vorschlussrunde. Der amtierende EM-Champion verlor sein drittes Hauptrundenspiel gegen Spanien überraschend mit 32:36 (14:20) und muss nun in der abschließenden Begegnung gegen Deutschland gewinnen, um doch noch die Vorschlussrunde zu erreichen. Die deutsche Mannschaft benötigt trotz des ersten vergebenen Matchballs weiterhin lediglich ein Remis. Bereits sicher ist, dass Deutschland am Freitag mindestens im Spiel um Platz fünf steht.
Dänemark und Deutschland lieferten sich lange ein Duell auf Augenhöhe, kurz nach der Pause wackelte der Titelfavorit beim Stand von 13:13. In der Folge zogen die Dänen aber noch davon, was vor allem an Nielsen und dem schnellen Tempo der Gastgeber in der Offensive lag.
Obwohl die Spanier durch das Ergebnis zwischen Portugal und Norwegen, die sich zuvor 35:35 (17:18) getrennt hatten, keine Chance mehr aufs Weiterkommen besaßen, lieferten sie gegen Frankreich eine große Offensiv-Show. Der Europameister um den künftigen Berliner Starspieler Dika Mem kämpfte seinerseits mit großen Problemen im Angriff. Eine Aufholjagd nach dem klaren Pausenrückstand blieb unbelohnt, näher als beim 25:26 (48.) kam Frankreich nicht heran. Der spanische Linksaußen Ian Barrufet war mit zehn Toren der beste Werfer des Spiels.
Für Portugal und Norwegen (beide 3:5 Punkte) ist derweil der Traum vom Halbfinale geplatzt. Bester Werfer des Spiels am Nachmittag war der Portugiese Luís Frade mit elf Toren. Für Norwegen erzielte August Pedersen zehn Treffer.