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Attemptos DTM-Nennung abgelehnt: Gibt es noch eine Chance für das Audi-Team?

  • Aktualisiert: 04.03.2023
  • 12:05 Uhr
  • Motorsport-Total
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© Alexander Trienitz
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Wieso die Nennung des Audi-Teams Attempto vom ADAC abgelehnt wurde, mit welchen Toppiloten man fahren wollte und wieso die DTM-Tür noch nicht zu ist

Startet das Audi-Team Attempto-Team 2023 in der DTM, obwohl es vom ADAC bei der Teampräsentation für die bevorstehende Saison nicht berücksichtigt wurde? Hinter den Kulissen laufen laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' bei der Truppe von Arkin Aka nach wie vor Bemühungen, nachträglich ins Starterfeld aufgenommen zu werden.

Aktuell besteht das Audi-Kontingent für die kommende DTM-Saison nur aus den Teams Abt, das offiziell zwei Audi R8 LMS GT3 Evo II bestätigt hat, und Neueinsteiger Engstler - vermutlich mit einem, maximal mit zwei Boliden am Start. Das einst so erfolgreiche Rosberg-Team hatte sich im Vorfeld bereits selbst aus dem Spiel genommen und per Pressemitteilung den Rückzug aus der DTM erklärt.

Aber wie könnte das Attempto-Team nachrücken, wenn doch die Nennfrist für die DTM-Saison 2023 abgelaufen ist? Und warum war man bei der Präsentation am Kick-off-Day, als am 22. Februar 13 Teams vorgestellt wurden, nicht dabei?

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Attempto-Nennung trotz Topfahrern abgelehnt

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat das Attempto-Team rechtzeitig vor dem Ablauf der Frist am 6. Februar um Mitternacht einen Nennantrag gestellt. Dieser wurde aber nicht akzeptiert. "Es gab verschiedene Nennungen für die DTM, die wir nicht berücksichtigt konnten", bestätigt ein ADAC-Sprecher.

Über die Gründe, die bei Attempto den Ausschlag gegeben haben, hält man sich beim größten europäischen Automobilclub bedeckt, weshalb darüber nur gemutmaßt werden kann. Der ADAC hatte es sich vorbehalten, Nennungen abzulehnen, wenn das Paket nicht dem DTM-Niveau entspricht oder die Angaben nicht vollständig sind.

Wie 'Motorsport-Total.com' erfahren hat, kann es aber nicht an der Qualität der Piloten gelegen haben, denn Attempto dürfte mit dem Schweizer Patric Niederhauser und dem Italiener Mattia Drudi zwei der stärksten Audi-Werksfahrer für die Fahrzeuge genannt haben.

Einschreibegebühr nicht überwiesen?

Also bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten übrig, was darauf hindeutet, dass das Team die Einschreibegebühr von 95.000 Euro (zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer) pro Fahrzeug - das wären bei zwei Autos insgesamt 226.100 Euro - nicht fristgerecht überwiesen hat. Der ADAC hatte das Geld ursprünglich bis zum 8. Februar um 23:59 Uhr - also zwei Tage nach Nennschluss - eingefordert, wollte sich aber bei Verzögerungen kulant zeigen.

"Ob das einen Tag länger oder kürzer dauert, macht glaube ich keinen großen Unterschied", so ADAC-Motorsportchef Thomas Voss Anfang Februar. Das Problem war allerdings, dass die Audi-Teams in der Woche des Nennschlusses noch immer nicht genau Bescheid wussten, wie der Support aussieht und Wie viel Geld sie vom Hersteller bekommen würden.

Aka hatte davor medial den Druck auf Audi erhöht und gemeint: "Da müssen ein paar Zahlen auf den Tisch." Hat Aka das Geld also nicht überwiesen, weil er es nicht selbst vorstrecken wollte? Oder gibt es einen anderen Grund?

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Noch zwei Boxenstand-Plätze für DTM-Saison 2023 verfügbar

Auf diese Fragen gibt es aktuell keine Antworten, denn Attempto-Teamchef Aka war trotz mehrmaliger Versuche seit der ADAC-Bekanntgabe von 'Motorsport-Total.com' nicht für ein Gespräch zu erreichen. Fakt ist aber, dass Attempto neben den Fahrern auch über die Struktur verfügt, um mit zwei Fahrzeugen an der DTM-Saison 2023 teilzunehmen.

Außerdem gibt es noch Platz im Starterfeld, denn aktuell sind 23 Fahrzeuge bestätigt - und zwei Teams haben ihre Pakete noch nicht offiziell präsentiert. Dabei handelt es sich um das Grasser-Team, das zwei Lamborghini bringen will, und das Engstler-Team mit einem oder zwei Audi-Boliden. Damit würde das Feld 26 oder 27 Boliden umfassen.

So könnte Attempto doch noch zum DTM-Feld stoßen

Wie man vom ADAC hört, sind noch zwei Team-Plätze verfügbar, ehe man bei den Boxenständen aus Platzgründen an seine Grenzen stößt, was bedeutet, dass pro Team ein Boxenstand verfügbar wäre. Aber würde der ADAC Attempto nachträglich überhaupt noch akzeptieren?

Das wäre durchaus möglich, denn der Serienbetreiber behält sich vor, auch nach Ende der Frist Nennungen zu anzunehmen, wenn das Kontingent noch nicht ausgeschöpft ist und ein Team mit einem attraktiven Paket anfragt. Allerdings gibt es für solche Fälle eine Preisabstufung, da dies sonst gegenüber jenen Teams unfair wäre, die ihre Fahrzeuge fristgerecht eingeschrieben haben.

Arkin Akas Team müsste also mit ungünstigeren Konditionen - also einer höheren Einschreibegebühr - leben, wenn es gelingt, sich rechtzeitig für einen der verfügbaren Plätze zu bewerben.


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